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Jugendbildungsstätte : Nur die Menschen sind noch die gleichen

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Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Das repräsentative Backsteingebäude an der Düsterlohe, in dem heute die Räume der Jugendbildungsstätte und die Büros des Kreisjugendringes (KJR) zu finden sind, feiert im kommenden Jahr seinen 100. Geburtstag. Der KJR könnte dieses Jubiläum mit dem der Jugendbildungsstätte verknüpfen, denn die nutzt das ehemalige Krankenhaus der Grafschaft Rantzau seit 30 Jahren.

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erstellt am 18.Dez.2013 | 20:51 Uhr

Auf eine Festveranstaltung allerdings verzichtet das Team, legte gestern stattdessen das neue Programm vor, in dem die beiden Jubiläen eher eine untergeordnete Rolle spielen. „Wir lassen sie in den Veranstaltungen anklingen und mitschwingen“, sagte KJR-Geschäftsführer Ingo Waschkau vor Journalisten. Seit 1989 ist er dabei, bot in einem der ersten Programmhefte Kurse zu Themen wie Sekten und Okkultismus oder Konflikte in der Kinder- und Jugendarbeit an. „Die Bildungsarbeit hat sich strukturell komplett verändert, aber die Grundfragen sind die gleichen“, sagte er.

Ebenso wie das Bedürfnis der Seminarteilnehmer nach Gemeinschaft und dem Erleben in einer Gruppe. „Dieses Bedürfnis erfüllen wir“, sagte Ingo Waschkau. Auch daran hat sich nichts geändert. Allenfalls seien die Jugendlichen heute etwas offener, die Gruppenprozesse hätten sich dadurch aber nicht verändert.

Nicht mehr mit den Anfängen zu vergleichen sind die Teilnehmerzahlen. 1990 saßen in den jeweils sieben bis zehn Kursen insgesamt zwischen 70 und 100 Kinder, Jugendliche und Erwachsene. „Diese Zahl hat sich bis heute verzehnfacht“, so die stellvertretende KJR-Geschäftsführerin Birgit Hammermann.

Und auch der Umfang des Angebots ist heute ein anderer. 2014 plant der Kreisjugendring allein zwölf Workshops, hinzu kommen Kurse, Seminare und sogar ein Fahrsicherheitstraining. „Wir passen uns den gesellschaftlichen Entwicklungen an und bedienen uns heute natürlich auch der sozialen Netzwerke“, sagte Birgit Hammermann. Dass der KJR seine Arbeit ständig modifizieren konnte, verdankt er nicht zuletzt der Rückmeldung aus den Vereinen und Verbänden, die Mitglied im Kreisjugendring sind. „Die Jugendverbände sagen uns, was sie brauchen, und wir versuchen, für sie ein Angebot zu entwickeln“, betonte Simon Schütt, zuständig für die Erlebnispädagogik.

So wird im neuen Programm erneut die Präventionsarbeit als Schwerpunkt des Kreises Pinneberg aufgenommen. Außerdem im Fokus steht die Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE), für das der Kreisjugendring vor allem mit den Kindertagesstätten, zukünftig aber auch mit den Grundschulen im Kreis kooperiert. Und schließlich geht es um die Kernaufgabe, nämlich die gelebte und praktische Jugendarbeit, ein Klassiker seit Gründung des KJR. Mehr zum Programm in der nächsten Ausgabe.

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