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Uetersener Nachrichten

20. Oktober 2017 | 11:24 Uhr

Sicherheit : Nun kommt sie also

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Die Gitterbarriere am Tornescher Weg in Höhe des ehemaligen „Krugs zum grünen Kranze“ ist bald Geschichte. Auf Initiative von Bauamtsleiter Peter Bröker wird das bei Radfahrern und Fußgängern unbeliebte Verkehrshindernis entfernt und durch eine moderne Ampelanlage, die allen sicherheitstechnischen und energetischen Anforderungen entspricht, ersetzt. Läuft alles nach Plan, steht die Ampel Mitte nächsten Jahres. Über die Bezeichnung „Peter-Bröker-Gedächtnisampel“ muss der Leiter des Bau- und Ordnungsamtes schmunzeln. Tatsächlich hat er sich mit Nachdruck für die Ampel eingesetzt. „Nicht nur ich – schon meine Vorgänger haben immer wieder Versuche unternommen.“, sagt er.

shz.de von
erstellt am 22.Dez.2013 | 22:02 Uhr

Die Gitterbarriere zwingt Radfahrer abzusteigen und ihr Rad zu schieben. Die meisten Radler – darunter viele Uetersener Kinder und Jugendliche, die die Klaus-Groth-Schule in Tornesch besuchen – umfahren das Hindernis deshalb. Sie wechseln kurzerhand vom Radweg auf die Straße. „Die Ampelanlage ist daher ein wichtiger Teil der Schulwegsicherung“, so Bröker. Mit der Gesamtmaßnahme verbunden sind neben der Entfernung der Gitter und dem Aufstellen der Ampel auch einige bauliche Veränderungen. Der Radweg wird begradigt, die Straße dem neuen Radweg angepasst. Um den Tornescher Weg zu überqueren, wird es an dieser Stelle keine Ampel geben. Allerdings ist eine Querungshilfe mit einer straffiert markierten Verkehrsinsel vorgesehen.

Jeder Bahnübergang muss laut Eisenbahnsicherungsgesetz gesichert sein. Die neue Ampel wird vom Lokführer der Eisenbahn betätigt. Da die Bahn nur zweimal täglich zum Tornescher Bahnhof und zurück fährt, wird sie also nur selten auf „Rot“ stehen. Normalerweise ist der Weg frei für Fußgänger und Radfahrer.

„Da wir gut mit der Norddeutschen Eisenbahngesellschaft NEG, die Bauherr der Maßnahme ist, verhandelt haben, kommen auf die Stadt nur 10000 Euro an Kosten zu – und das bei Gesamtkosten von rund 150 000 Euro“, freute sich Bröker. Die Summe sollte zunächst gedrittelt werden und sich auf die NEG, das Land Schleswig-Holstein und die Stadt Uetersen verteilen. Für den städtischen Anteil von 50000 Euro wurde über das Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz zusätzlich ein Antrag auf Amtshilfe gestellt. Danach fördert das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Technologie des Landes Schleswig-Holstein die Maßnahme jetzt mit 80 Prozent, also 40000 Euro.

Dieses Angebot konnte die Ratsversammlung trotz der angespannten Haushaltslage nicht ablehnen und stimmte für den Vorschlag des Bauamtsleiters.

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