Johannes-Schwennesen-Schule : Nun ist die Schulkonferenz gefragt

Die Schulkonferenz der Johannes-Schwennesen-Schule hatte das pädagogische Konzept für die Offene Ganztagsschule an der Bildungseinrichtung bereits beschlossen. Die Schulaufsicht hatte keine Einwände gegen das Konzept, das Kieler Ministerium für Bildung und Wissenschaft allerdings schon. Denn in der offenen Ganztagsschule müssen alle Betreuungs- und Kursangebote unter dem Dach der Schule zusammengeführt und dürfen nicht parallel nebeneinander bestehende Angebote geschaffen werden.

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13. Februar 2013, 18:48 Uhr

Auch darf es nur einen Träger für alle Angebote geben, der sowohl Anstellungsträger des Personals, Vertragspartner für eventuelle Kooperationsverträge und Berechtigter für die Beantragung von Fördergeldern ist.

Das Konzept wurde nun dahingehend in Absprache mit dem Ministerium überarbeitet, dass es genehmigungsfähig wäre. Und es sieht vor, dass die Stadt Träger der Offenen Ganztagsschule und damit Antragstellerin im Genehmigungsverfahren und bei der Beantragung und Verwaltung von Fördermitteln ist und mit der VHS Tornesch-Uetersen einen Kooperationsvertrag über die Angebote in der Offenen Ganztagsschule schließen wird. Ende Januar wurde Eltern von Kindern der Schwennesen-Schule das Konzept in einer Informationsveranstaltung vorgestellt. Die Mitglieder des Ausschusses für Jugend, Sport, Soziales, Kultur und Bildungswesen beschäftigten sich in ihrer jüngsten Sitzung damit. Sie stimmten dem Konzept vorbehaltlich der erneut zu erfolgenden Entscheidung der Schulkonferenz der Johannes-Schwennesen-Schule zu. Nur vorbehaltlich, da sie von Vertretern der Interessengruppe „Eltern der Johannes-Schwennesen-Schule“ gebeten worden waren, der Schulkonferenz nicht vorzugreifen.

Die Interessengruppe hatte zahlreiche Fragen an Politik und Verwaltung eingereicht und deutlich gemacht, dass die Überarbeitung des Konzeptes ohne Elternbeteiligung erfolgt war. Fragen bestanden beispielsweise zum Angebot „Freies Spielen“, zur Qualifikation des Betreuungspersonals, zur Hausaufgabenbetreuung, zum organisatorischen Ablauf und zur Betreuung der Kinder in der Sommerferien.

Das Konzept sieht durch Lehrkräfte betreute Spiel- und Bewegungszeiten, eine feste Hausaufgabenzeit (auch fördernde Angebote), Mittagstisch (fertige Anlieferung, Einnahme im Schützenvereinsheim) sowie Kursangebote (Sport, künstlerische, musische, handwerkliche Angebote) in Zusammenarbeit mit VHS, dem TuS Esingen, der Kirchengemeinde, den Stadtwerken und Honorarkräften/Ehrenamtlichen vor.

Von 15.40 Uhr bis 17 Uhr ist eine Betreuung im Spätdienst durch eine Fachkraft vorgesehen und Ferienbetreuung soll in Kooperation mit dem JottZett im Rahmen der offenen Ferienangebote erfolgen. Für die Teilnahme am Mittagstisch sind pro Mahlzeit 3,15 Euro zu entrichten. Die Kosten für die Teilnahme an der Ganztagsbetreuung werden gestaffelt, sollen bei der 5-Tage-Nutzung pro Schulwoche im Monat aber als Höchstgrenze 180 Euro betragen.

Beantwortung von Fragen / Beschluss

VHS-Leiterin Inga Pleines nahm in der Ausschuss-Sitzung die Gelegenheit wahr, auf Fragen der Eltern einzugehen und versicherte, dass bei allen Angeboten Wert auf pädagogische Qualifikation gelegt und zudem eine Sozialpädagogin an allen Schultagen als Koordinatorin feste Bezugsperson für die Kinder sein wird. Auch werde genügend Zeit, Raum und qualifizierte Betreuung bei den Hausaufgaben zur Verfügung stehen. Wie Schulleiterin Maria Leipold betonte, werden auch Lehrkräfte in die Hausaufgabenbetreuung eingebunden.

Die Politiker kamen überein, dass zwei Vertreter aus der Elterninteressengruppe, Vertreter von Schule, Verwaltung und VHS in einer Arbeitsgruppe alle noch offenen Fragen klären sollen. „In der Ratsversammlung am 19. März muss der Beschluss zur Offenen Ganztagsschule fallen, damit wir die Fördergelder in Kiel beantragen können“, brachte Roland Krügel den Zeitplan in Erinnerung. Die Schulkonferenz wird am 13. März tagen.

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