Runder Tisch : Nun bleibt doch alles beim Alten

Wende im Streit um die Gemeindebücherei: Mitglieder aller Fraktionen verständigten sich auf den Erhalt in der aktuellen Form. Außerdem wurde der Vertrag von Leiterin Jutta Kaufmann vorzeitig um zwei Jahre verlängert. Das ist das Ergebnis eines „Runden Tisches“, zu dem Sozialausschussvorsitzende Heidrun Osterhoff (FDP) neben Politikern auch Vertreter der Elternschaft, der Grundschule, des Seniorenbeirates sowie des Kinder- und Jugendbeirates geladen hatte.

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26. Oktober 2012, 21:40 Uhr

Die Einigung war nach den massiven Protesten aus der Bevölkerung erwartet worden. Ebenfalls nicht überraschend kam die Ankündigung der SPD, den Antrag, der die Diskussion ausgelöst hatte, zurückzuziehen. Wie berichtet, hatten führende Sozialdemokraten gefordert, vor dem Hintergrund der schwierigen Finanzlage der Gemeinde den Betrieb der Bücherei auf die Schule zu konzentrieren und zukünftig lediglich ehrenamtliche Kräfte einzusetzen.

Nun verzichtet die SPD auf eine Diskussion in den politischen Gremien. „Wir haben das Thema in einer sehr entspannten Atmosphäre erörtert und waren uns am Ende alle einig“, sagte Heidrun Osterhoff. Einhellig seien die Beteiligten der Meinung gewesen, die Arbeit von Büchereileiterin Jutta Kaufmann gehe weit über das geforderte Maß hinaus, so die FDP-Politikerin. „Das kriegen wir so nie wieder.“

Die in Jutta Kaufmanns Vertrag (sie hat eine halbe Stelle) vorgesehene Stundenzahl reicht allerdings nicht aus, so dass sie etwa die erfolgreichen Bücherflohmärkte, durch die sie den Ankauf neuer Bücher mitfinanziert, ehrenamtlich macht. Umfang und Inhalt ihrer Tätigkeit hatte sie vor dem „Runden Tisch“ bereits Vertretern von CDU und SPD im Rahmen eines Treffens in der Bücherei erläutert. Schon danach soll die SPD eine Umkehr signalisiert haben.

Nun steht auch weitgehend fest, wie es nach dem Ausscheiden der Buchhändlerin Jutta Kaufmann in der ersten Jahreshälfte 2015 weitergehen soll. „Wir wollen die Bücherei in der aktuellen Form weiter betreiben und können dabei auf Qualifikation nicht verzichten“, sagte Heidrun Osterhoff. Bereits jetzt soll deshalb die Suche nach einen geeigneten Nachfolger oder einer Nachfolgerin beginnen.

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