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Uetersener Nachrichten

20. August 2017 | 08:38 Uhr

Bilanz : Not-OP nach Böllerexplosion

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

150000 Euro Sachschaden sind die Bilanz des größten Einsatzes von Polizei und Feuerwehr in der Silvesternacht: Möglicherweise ist ein fahrlässiger Umgang mit Feuerwerkskörpern der Grund für einen Brand im Dachstuhl eines Doppelhauses im Appener Ziegeleiweg. Die insgesamt drei Bewohner konnten sich rechtzeitig ins Freie retten, sie blieben unverletzt. Allerdings wurde eine 59 Jahre alte Bewohnerin vorsorglich in ein Krankenhaus eingeliefert.

Passanten entdeckten das Feuer gegen 1.10 Uhr, alarmierten sofort die Rettungskräfte und informierten auch die Bewohner. Die Kriminalpolizei nahm noch in der Nacht die Ermittlungen auf. Das Doppelhaus ist nicht bewohnbar.

Dennoch bezeichnete eine Sprecherin der Polizeidirektion Bad Segeberg, die auch für den Kreis Pinneberg zuständig ist, den Start in das neue Jahr aus Sicht der Ermittler als friedlich und ruhig. „Im Vergleich zu einer normalen Samstagnacht waren die Einsatzzahlen wider Erwarten nur leicht erhöht“, sagte Sandra Mohr. 118 Mal rückte die Polizei in der Silvesternacht im Kreis Pinneberg aus.

29 Einsätze gabe es vor Mitternacht, im Vorjahr waren es im gleichen Zeitraum 48 Einsätze. In der Zeit von 0 bis 6 Uhr rückten die Einsatzkräfte 89 Mal aus, insgesamt neun Mal wegen Körperverletzungen. „Einige davon waren aber lediglich Streitigkeiten“, so Sandra Mohr. Im Rahmen der Einsätze wurde Anzeige gegen einen 32 Jahre alten Mann in Seeth-Ekholt erstattet. Ihm wird gefährliche Körperverletzungen vorgworfen, nachdem er mit einer Leuchtmunitionspistole einen Elfjährigen am Bein getroffen hatte. Äußerlich blieb das Kind unverletzt. Die Ermittlungen laufen.

Im Gegensatz zur Polizei sprechen die Notfallmediziner in den Kreis Pinneberger Kliniken von einer angespannten Situation zum Jahreswechsel. Insbesondere nach Mitternacht seien zahlreiche Patenten notfallmedizinisch versorgt worden, sagte Sebastian Kimstädt, Sprecher der Regio Kliniken. Besonders schlimm erwischte es einen 63 Jahre alten Elmshorner. Nachdem offenbar ein Böller in seiner Hand explodiert war, wurde er vier Stunden lang von Experten der Klinik für Handchirurgie operiert.

51 Patienten zählten die Notfallmediziner in Pinneberg, Wedel und Elmshorn in der Zeit von Mitternacht bis 6 Uhr gestern Morgen. „Die meisten von ihnen hatten die für Silvester typischen Verletzungen: Verbrennungen, Platzwunden nach alkoholbedingten Stürzen oder Schlägereien, Vergiftungen durch Drogen und Alkohol“, sagte Sebastian Kimstädt. Dagegen bliebt es im Geburtszentrum der Regio Kliniken in Pinneberg sehr ruhig. Ein Neujahrsbaby wurde nicht geboren.

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erstellt am 01.Jan.2014 | 18:15 Uhr

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