Fußball : Not-Elf holt einen Punkt

„Heute wird es ganz bitter“, hatte Mirco Seitz vor dem Gastspiel seiner 1. Herren des FC Union Tornesch bei der SV Blankenese II kein gutes Gefühl. Der Grund für den Pessimismus des FCU-Trainers: Mit Kai Fröhlich und Sebastian Rose sowie Dennis Sannemann, der sich beim Warmmachen am Knie verletzte, fielen kurzfristig drei fest eingeplante Stammkräfte aus. So spielte Mahdi Habibpur, der zuletzt zumeist Innenverteidiger war, als Rechtsaußen. „Er kann jede Position bekleiden“, so Seitz. Co-Trainer Ronny Strube half in der Defensive aus, links gab Neuzugang Peter Fast sein Debüt.

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08. April 2013, 21:37 Uhr

Auf dem Kunstrasenplatz an der Simrockstraße zog sich die Tornescher Not-Elf von der ersten bis zur letzten Minute ganz hervorragend aus der Affäre und fuhr über den schnellen Habibpur sowie den beweglichen Ersin Tekgöz immer wieder gute Konter. In der 14. Minute köpfte Habibpur nach einer Rechtsflanke von Mario Engel sogar zum 0:1 ein – doch weil der Schiedsrichter zuvor bei Habibpurs Ballannahme ein Handspiel gesehen haben wollte, hatte er die Situation schon abgepfiffen.

Nach 60 Minuten zappelte die Kugel erneut im SVB-Gehäuse: Nach einem schönen Pass in die Tiefe ging Ümit Sahbudak noch einen Schritt mit dem Ball und versenkte ihn ins lange Eck – doch nun zählte das Tor wegen einer angeblichen Abseitsstellung von Sahbudak nicht. „Über diese Entscheidung haben selbst die Blankeneser gelacht“, so Seitz, der klagte: „Dann wurde uns noch ein glasklarer Elfmeter verweigert!“ Ersin Tekgöz kam in dieser Situation zwar noch zum Abschluss, wurde von SVB-Torwart Moritz Kühn aber auch rüde gefoult (70.). Auf der Gegenseite musste FCU-Keeper Björn Schramm nur bei Blankeneser Fernschüssen auf der Hut sein.

So urteilte Seitz abschließend: „Vor dem Anpfiff hätten wir ein 0:0 sofort unterschrieben – aber nach diesem Spielverlauf war es für uns eher ein unglückliches Ergebnis!“

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