Investition in die Zukunft : Nordmark kauft das Silogelände

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Gute Kaufleute lassen sich nicht in die Karten sehen. Kein Wunder daher, dass gestern bei der Vertragsunterzeichnung im Rathaus, den Verkauf des Hafensilogrundstücks betreffend, zum Kaufpreis kein Kommentar abgegeben worden war. Käuferin ist die Nordmark Arzneimittelgesellschaft. Das rund 2800 Quadratmeter große Grundstück wurde erst im vergangenen Jahr freigezogen. Bis dahin stand auf ihm Uetersens höchstes Gebäude, das 58 Meter Hohe Silo der Raiffeisen.

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24. Oktober 2012, 21:18 Uhr

Schon damals war gemunkelt worden, dass die Nordmark an dem Gelände Interesse haben könnte, das 2011 mit EU-Mitteln vom Beton befreit wurde. 640000 Euro kostete der Abriss, die Stadt war mit 280000 Euro dabei. Ziel der Politik war es, das Grundstück so zu veräußern, dass für die Stadt am Ende keine Kosten anfallen. Ob das gelungen ist, darüber wurde, wie eingangs bemerkt, Stillschweigen vereinbart.

Was hat die Nordmark am Stichhafen vor? Franz J. Empl und Detlev Baumeister, die beiden den Vertrag unterzeichnenden Geschäftsführer, gaben an, das heute noch nicht sagen zu können. Für die Nordmark sei es wichtig gewesen, das Grundstück zu sichern, also das Unternehmen fit für kommenden Herausforderungen zu machen. Wenn man ein Unternehmen erweitern möchte, so Empl, ist es wichtig, ein Grundstück dafür zu haben und nicht erst suchen zu müssen. Und das Hafengrundstück in direkter Nachbarschaft zur Firma sei dafür ideal. Geradezu ein Glücksfall für den Arzneimittelhersteller und Wirkstofflieferanten.

Das städtische Gelände ist nicht das einzige Quartier, das sich nun im zusätzlichen Eigentum der Nordmark befindet. Bereits im vergangenen Jahr hat die Geschäftsführung ein weiteres Grundstück erwerben können. Auf diesem befinden sich noch zwei Gebäude: Ein Wohnblock und ein weiteres Silo. Voraussichtlich sollen beide 2014 abgerissen werden. Uetersen behält einen fünf Meter breiten Streifen entlang des Stichhafens. Für den Unterhalt des Hafenbeckens ist somit weiterhin die Stadt zuständig. Im südlichen Bereich grenzt das Grundstück hingegen direkt an die Pinnau.

Die Vetragsunterzeichnung fand im Rathaus in Anwesenheit des Notars, Volker Teichgräber, statt.

Bürgermeisterin wie auch Empl sagten, dass der Vertragsunterzeichnung lange und harte Verhandlungen vorausgegangen seien. Ein solches kaufmännisches Geschick finde man nicht bei allen amtlichen Stellen, sagte der Geschäftsführer.

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