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Uetersener Nachrichten

24. Oktober 2017 | 12:18 Uhr

Investition : Noch zögern Uetersens Politiker

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Das Jobcenter des Kreises mit seinem Leistungszentrum Tornesch-Uetersen will raus aus dem Tornescher Rathaus und nach Uetersen ziehen. Gerold Mellem, Geschäftsführer des Jobcenters, dazu: „Wir fühlen uns in dem Gebäude sehr wohl. Größtes Problem aber ist die Barrierefreiheit, die dort nicht gewährleistet ist.“ Man habe sich zwar auch mit dem Thema Umbau befasst, jedoch schnell verworfen. Der Plan nun: ein Erweiterungsbau am Arbeitsamt „An der Klosterkoppel“. Rund 300 Quadratmeter städtische Fläche müsste der Bauträger, von dem das Jobcenter die Räume später mieten möchte, kaufen. Diese Fläche ist unwiederbringlich weg.

shz.de von
erstellt am 15.Mai.2012 | 20:33 Uhr

Und wenn am Arbeitsamt angebaut wird, verschwinden einige der insgesamt rund 400 Parkplätze. Zumindest 300 kostenfreie Parkplätze aber wollen die Politiker am zentralen Standort der Parkpalette erhalten. Zudem scheinen nicht alle Politiker gewillt zu sein, die großen Umgestaltungspläne an der Parkpalette und auf dem Rewe-Grundstück so einfach fallen zu lassen. Im Stadtentwicklungs- und Planungsausschuss gab es seitens der CDU und BfB Vorbehalte gegen den Verkauf. Die SPD sah dagegen in dem Grundstücksverkauf keine Hürde.

Weil die Mehrheiten vor der Abstimmung nicht klar waren, verwies man den Wunsch des Jobcenters zurück in die Fraktionen und will die Angelegenheit nun am 7. Juni erneut behandeln. Ob es nun zu dem Umzug kommt, bleibt abzuwarten. Für Gerold Mellem jedenfalls ist das Uetersener Zögern kein grundsätzliches Problem. Man könne auch in Tornesch bleiben, würde dann aber dort ebenfalls neu bauen müssen. Wenn die Stadt ihm ein Grundstück anbiete, würde das Angebot natürlich ebenfalls geprüft. „Wir haben den Wunsch, spätestens 2013 die neuen Räumlichkeiten zu beziehen“, gibt der Geschäftsführer die Marschrichtung vor. Uetersen sollte sich in den kommenden drei Monaten entscheiden, denn sonst müsste neu nachgedacht werden. Sein Wunsch daher an die Politiker der Rosenstadt: eine kurzfristige, positive Entscheidung.

300 Quadratmeter weniger Fläche „An der Klosterkoppel“ bedeutet, dass die zweite Auffahrt in Höhe des Arbeitsamtes in Richtung Parkpalette verlegt werden muss. Die Kosten dafür trägt natürlich der Bauträger. Zudem muss das Jobcenter einige Parkplätze ablösen. Für Günter Wehner, Vorsitzender des Stadtentwicklungs- und Bauausschusses, ist ein kleiner werdendes städtisches Grundstück an der Parkpalette kein Dollpunkt. Der verbleibende Teil könne immer noch überplant werden. Wehner bringt zudem die mit dem Neubauvorhaben verbundenen Multiplikatoreffekte ins Spiel: „Wir schaffen damit Arbeitsplätze in Uetersen.“ Die Arbeitnehmer würden in Uetersen Geld ausgeben, die Fußgängerzone aufsuchen und dort zum Beispiel zu Mittag essen.

Nun soll versucht werden, das so genannte „Gemeindliche Einvernehmen“ während der Bauausschusssitzung am 7. Juni zu verabschieden.

Diese spannende Sitzung beginnt um 19 Uhr im Ratssaal des Rathauses.

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