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Sportpark : Noch ein Kredit für das „Torneum“

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Ab November sollen die FCU-Sportler auf den Fußballplätzen des Sportparks „Torneum“ trainieren, die Einweihung des Sportparks mit Soccerhalle soll Anfang 2015 erfolgen. In die Begeisterung, bald mit einem Sport- und Freizeitgelände am Großen Moorweg aufwarten zu können, das in der Region einmalig ist, hat sich jedoch ein Wermutstropfen gemischt: die Kosten sind davongelaufen.

shz.de von
erstellt am 08.Okt.2014 | 19:09 Uhr

Aus den für die Investition kalkulierten 6,5 Millionen Euro sind nun voraussichtlich 7,5 Millionen Euro geworden. Wie berichtet, fehlen im Nachtragshaushalt der Grundstücksgesellschaft Sportpark (GGS) 910000 Euro zur Finanzierung von Hochbauauszahlungen noch in diesem Jahr.

Im Finanzausschuss waren die Politiker hinter verschlossenen Türen von der Verwaltung über die Gründe der Kostensteigerung informiert worden, allerdings erst auf Nachfrage und unmittelbar in der eigentlichen Beratung zum Nachtragshaushalt.

Die Finanzpolitiker fassten keinen Beschluss zur Aufnahme eines weiteren Kredits. Somit blieb die Ratsversammlung ohne Empfehlung für ihre Beschlussfassung zum Nachtragshaushalt der GGS. Die FDP lehnte bereits vor der Sitzung der Ratsversammlung öffentlich eine weitere Kreditaufnahme ab und auch die Christdemokraten stimmten in der Sitzung der Ratsversammlung dagegen. Sie hatten den Antrag gestellt, die Beschlussfassung bis zur Vorlage des Pachtvertrages mit dem FCU aufzuschieben. Das lehnte die SPD jedoch ab.

„Es kann doch nicht um Druckmittel oder darum gehen, dem FCU einen Knebelvertrag unterzuschieben. Wir brauchen Lösungen“, betonte die SPD-Fraktionsvorsitzende Verena Fischer-Neumann. Doch wie die CDU kritisierte auch die SPD das Verhalten der Verwaltung, die Politik nicht rechtzeitig über die Kostensteigerung informiert zu haben. „Aber die GGS braucht Liquidität. Wir sollten hinter dem Projekt stehen, das wir mehrheitlich gewollt haben“, so der SPD-Ratsherr Arthur Rieck.

Die Christdemokraten betonten, dass sie hinter dem Projekt „Torneum“ stehen. „Für uns ist jedoch wichtig, dass wir den Pachtvertrag kennen und in seinen Teilen besprechen. Wir können doch nicht schon wieder viel Geld bereitstellen ohne zu wissen, wie es wieder reinkommt. Lasst uns erst den Pachtvertrag ansehen und dann den Nachtragshaushalt für die GGS beschließen“, so der Appell des CDU-Fraktionsvorsitzenden Christopher Radon an die SPD.

Der Pachtvertrag habe für den Nachtrag keine Bedeutung, merkte Verena Fischer-Neumann an: „In diesem Jahr fließt keine Pacht und im kommenden Jahr auch nicht die volle Pacht. Aber die Kostensteigerung ist eine Tatsache. Wir sehen uns in der Pflicht, das Geld im Nachtrag bereitzustellen, denn die Rechnungen flattern nun ins Haus.“ Christopher Radon beantragte eine namentliche Abstimmung. Alle SPD-Ratsmitglieder (12) stimmten der Kreditaufnahme zu. CDU und FDP stimmten dagegen (10).

Der Gesamtbetrag der Kredite für das „Torneum“ liegt nun bei 2160000 Euro (+910000 Euro).

Wie die Verwaltung den Politikern mitgeteilt hatte, hätten Fehler des Planungsbüros zu den Kostensteigerungen geführt.

Die Sozialdemokraten forderten die Verwaltung in der Ratssitzung auf, zu prüfen, ob das Planungsbüro in Regress genommen werden könnte. Bürgermeister Krügel betonte, dass die Verwaltung mit dieser Kostenentwicklung nicht gerechnet habe.

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