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Uetersener Nachrichten

24. Oktober 2017 | 11:18 Uhr

Handball : Nicht wehrlos ergeben

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

„Keine Angst vor großen Namen“, lautete am Sonntagabend das Motto, als die 1. Männer des TuS Esingen beim HSV Hamburg II zu Gast waren. Denn anders, als im Hinspiel (24:34-Heimpleite am 14. November 2015), trafen die Tornescher nun nicht „nur“ auf den Oberliga-Spitzenreiter, sondern zugleich auf das Team, das nach dem insolvenzbedingten Rückzug der 1. Mannschaft aus der 1. Bundesliga die Zukunftshoffnungen der HSV-Handballer verkörpert. Und mit Stefan Schröder, der 48 Länder- sowie 293 Bundesligaspiele absolvierte, lief auch ein langjähriger HSV-Profi für das eigentliche U23-Team der Hanseaten auf.

shz.de von
erstellt am 07.Mär.2016 | 20:54 Uhr

Rund 250 HSV-Anhänger sorgten in der kleinen Halle der Volksbank-Arena für eine hervorragende Stimmung. Die Esinger ließen es auch krachen ‒ und zwar mit Würfen an den Pfosten und die Latte, von denen es in den ersten zehn Minuten gleich fünf gab. „Da war viel Pech dabei“, klagte TuS-Trainer Till Krügel. Auf das 1:0 und das 2:0 der Hamburger folgten die ersten beiden Aluminiumtreffer von Benedict Philippi sowie Max-Lennart Albrecht, ehe Albrecht nach zweieinhalb Minuten das erste TuS-Tor erzielte.

Die Tornescher waren in der ersten Halbzeit über weite Strecken ein ebenbürtiger Gegner für den Tabellenführer. In der zehnten Minute schnupperten sie erstmals am Führungstor, als Benedict Philippi wieder die Latte traf; der Abpraller sprang zu Schröder, der über rechts davonzog und das 6:5 für den HSV erzielte. Nach einer knappen Viertelstunde gelang Daniel Günter mit dem 6:7 von Linksaußen die erste Gäste-Führung.

Einen „Bruch im Spiel“ sah Krügel kurz vor der Pause: Lennart Haas knickte um und konnte, da sein Sprunggelenk stark anschwoll, fortan nicht mehr mitwirken. Und dann bekam Tom Schmitt eine Rote Karte (28.). „Er hat seinen Gegenspieler nach außen geschubst ‒ meinem Empfinden nach war das höchstens eine Zeitstrafe, aber niemals eine Rote Karte“, klagte Krügel.

Beim Pausenstand von 17:15 war noch alles möglich für die Esinger, denen dann aber im zweiten Durchgang die personellen Alternativen fehlten: „Am Ende sind wir auf dem Zahnfleisch gekrochen“, sagte Krügel. Die von einer 3:2:1-Deckung auf eine 6:0-Formation umgestellte TuS-Abwehr konnte nicht verhindern, dass der Rückstand bis auf neun Tore anwuchs. „In der Mitte der zweiten Hälfte haben wir einen kleinen Hänger gehabt, uns am Schluss aber noch einmal herangekämpft“, so Krügel. Beim Stand von 35:25 drohte eine Klatsche, doch die Esinger ergaben sich keinesfalls wehrlos, sondern betrieben noch etwas Ergebniskosmetik zum 36:29-Endstand. Krügel attestierte seinem Team einen „geschlossen guten Auftritt“ und nannte speziell die Angriffsleistung „richtig stark“.

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