Tag der Pflege : Nicht nur Blumen brauchen Pflege

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„Gestern ist der internationale Tag der Pflege“ gewesen. Und auch das Team des Senioren- und Pflegeheimes „Haus am Rosarium“ hat auf diesen aufmerksam gemacht. Ganz bunt und liebevoll unter dem Motto „Nicht nur Blumen brauchen Pflege!“

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12. Mai 2015, 22:01 Uhr

Unter diesem Leitwort nämlich verschenkte die Leitung um 11.45 Uhr Herzen an ihre Mitarbeiter und die ehrenamtlichen Helfer. Einrichtungsleiterin Eva Buban: „Was unsere Mitarbeitenden an 365 Tagen im Jahr leisten, ist verantwortungsvolle Facharbeit, für den Einzelnen wie die Gesellschaft unverzichtbar und höchst anspruchsvoll. Sie sind ganz besondere Menschen, die den Pflegebedürftigen sowie deren Angehörigen rund um die Uhr Halt, Unterstützung, Sicherheit und Lebensmut geben. Sie stehen für uns am Tag der Pflege im Mittelpunkt: Wir sagen ‚Danke’ für ihren unermüdlichen Einsatz.“ Zudem wurden Blumen verteilt – um 5 Minuten vor 12. Denn dort befinden sich die Zeiger der Pflegeuhr nach wie vor.

Die Blumen erhielten Passanten, die auf dem Gerberplatz, in der Fußgängerzone und auf dem Gelände des Seniorenheimes unterwegs waren. Es sollte darauf aufmerksam gemacht werden, dass beide Seiten, Pflegebedürftige wie Pflegekräfte, eine gute Pflege benötigen. An den Blumen befanden sich Bänder mit wichtigen Forderungen, über welche die Mitarbeitenden in der Pflege mit den Bürgern ins Gespräch kommen wollen: * So soll sich die Politik aufgefordert fühlen, die gesetzlichen Grundlagen dafür zu schaffen, dass tariflich vereinbarte Gehälter vollumfänglich refinanziert werden.

* Jeder Mensch habe das Recht auf gute und würdevolle Pflege, heißt es im Katalog der Forderungen weiter. Gute Pflege dürfe nicht arm machen. Die Pflegeversicherungsleistungen müssten jährlich so angepasst werden, dass die Eigenleistungen der Pflegebedürftigen nicht weiter steigen. Festgestellt wird schon lange, dass die Leistungen der Pflegeversicherung nur einen Teil der Pflegekosten abdecken.

* Menschliche Pflege brauche Menschen, die diese leisteten. Schon heute gebe es einen spürbaren Fachkräftemangel in der Pflege, und der Bedarf an Pflegefachkräften werde weiter ansteigen.

* Wer gut pflegen wolle, brauche Zeit. Die quantitative und qualitative Personalausstattung müsse gezielter den Erfordernissen in den Einrichtungen und Diensten angepasst werden, hieß es. Nicht nur die aktuellen Pflegeeinstufungen seien dabei entscheidend, sondern der tatsächliche Hilfe- und Betreuungsbedarf der Pflegebedürftigen. Bundesweit hatten sich gestern viele der rund 90 stationären Johanniter-Altenpflegeeinrichtungen der Diakonie-Kampagne angeschlossen.

Insgesamt sind bei den Johannitern knapp 9000 Mitarbeitende in der Pflege beschäftigt, allein in der stationären Altenpflege rund 4000.

Die Johanniter investieren in eine gute Pflege und sie investieren in ihre Pflegekräfte. Sie bieten gute Möglichkeiten, sich beruflich weiterzuentwickeln. Dazu trägt auch das neue bundesweite Karriereportal unter der Internetadresse „www.Johanniter.de/karriere“ bei.

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