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Appell ans Land : Nicht mehr länger stillhalten

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Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Seit Jahren setzen sich die Tornescher Politiker parteiübergreifend gemeinsam mit Bürgermeister Roland Krügel für den Halt der Regionalexpresszüge (RE) am Tornescher Bahnhof ein. Doch all die Briefe, Appelle und Gespräche mit Vertretern der Landesweiten Verkehrsservicegesellschaft (LVS), Landespolitikern und den jeweiligen Wirtschafts- und Verkehrsministern brachten kaum Verbesserungen bei der Anbindung des Bahnhofes Tornesch, der bei Weitem nicht nur ein Bahnhof für die Stadt Tornesch ist.

shz.de von
erstellt am 19.Mär.2013 | 22:04 Uhr

Mehr als 30000 Menschen leben in dem Einzugsgebiet. Etwa 3500 Pendler warten täglich am Tornescher Bahnhof auf Züge Richtung Hamburg und den Norden des Landes, um ihren Arbeitsplatz zu erreichen. Aber auch Tornesch ist ein Wirtschaftsstandort von Bedeutung. Und so würden RE-Halte auch Arbeitnehmern, die mit dem Zug aus Hamburg und aus den Regionen Heide und Neumünster nach Tornesch kommen, die Zeit des täglichen Pendelns verkürzen und erleichtern. Doch die jüngsten Informationen der Landesweiten Verkehrsservicegesellschaft zu den Bahnanbindungen ab Dezember 2014 machen deutlich, dass dem Bahnhof Tornesch im Land keine Bedeutung beigemessen wird. Es soll nach wie vor kein Regionalexpresszug halten, obwohl der Zugtakt ab Ende 2014 von ein- auf zweimal stündlich erhöht wird. „Man hat uns nicht auf dem Zettel und das können wir nicht hinnehmen, zumal durch den im kommenden Jahr beginnenden Ausbau der A7 für die nächsten zehn bis 15 Jahre mit Rückstau bis Elmshorn und Quickborn zu rechnen ist“, so Bürgermeister Roland Krügel. Die Tornescher Politiker haben einstimmig Forderungen an die LVS und den Wirtschafts- und Verkehrsminister Reinhard Meyer (SPD) verabschiedet (wir berichteten).

Bürgermeister Roland Krügel hat die Forderungen auch an den Vorsitzenden des Kreisausschusses für Wirtschaft, Regionalentwicklung und Verkehr, Kai Feuerschütz (CDU), übergeben und hofft auf Unterstützung der Kreispolitik und des Landrates. Denn selbst in der Kreisstadt Pinneberg sollen ab Dezember 2014 nicht mehr alle Regionalexpresszüge halten. „Eine Fahrzeitverkürzung und bessere Anbindung von Kiel nach Hamburg kommt nur den Fernpendlern zugute. Wir hier bleiben außen vor“, ärgert sich auch Kai Feuerschütz über die in Kiel getroffenen Entscheidungen. Und er wirft der LVS vor, dass die Kreispolitik nur auf Nachfrage über die Ergebnisse der Ausschreibung des Bahnnetzes Mitte in Schleswig-Holstein informiert wurde. „Eigentlich müsste jemand vom Kreis bei den Planungen beteiligt sein, denn offenbar weiß man in Kiel gar nicht um die Bedeutung des Kreises Pinneberg“, so Kai Feuerschütz.

Dass Regionalexpresszüge in Wrist und Bordesholm halten, in Tornesch mit einer wesentlich höheren Fahrgastzahl aber durchrauschen, ärgert Bürgermeister Roland Krügel. „Das muss doch auch die täglichen Pendler und sonstigen Bahnnutzer ärgern. Wir fordern eine Nachbesserung bei den RE-Halten und politische Unterstützung durch den Wirtschafts- und Verkehrsminister.“

Roland Krügel will heute ab 6 Uhr mit Pendlern am Bahnhof ins Gespräch kommen und sie aufrufen, sich an das Ministerium für Wirtschaft und Verkehr zu wenden. „Rufen Sie dort an oder mailen Sie, dass Sie den RE-Halt in Tornesch brauchen“, so sein Appell. Und er liefert die Telefonnummer und Mail-Adresse des Ministeriums-Pressesprechers Harald Haase gleich mit: 0431/988 4419 oder 0431/988 4420, Fax: 0431/988 4705; Mail: harald.haase@wimi.landsh.de.

Tornesch will dem Land sogar eine Brücke bauen: Gefordert wird der Halt der RE-Züge bis die S4 nach Elmshorn verlängert worden ist.

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