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Uetersener Nachrichten

16. August 2017 | 21:57 Uhr

Personalentscheidung : „Nicht geeignet“

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Elmshorn soll zur Kreisstadt werden, das fordern die Elmshorner Jungsozialisten. Der Großteil der Kreis-Politiker steht dem Vorstoß der Jusos um Sprecher Mats Hansen skeptisch gegenüber (unsere Zeitung berichtete). Im Gespräch mit den Uetersener Nachrichten meldet sich nun auch SPD-Kreis-chef Hannes Birke zu Wort und fordert ein Ende der Debatte. Sie verfügt über die nötigen Fachkenntnisse. Sie ist seit rund 18 Jahren im Bereich Soziales tätig, davon schon sechs Jahre als Projektleiterin oder Geschäftsführerin. Ehrenamtlich führt sie den SPD-Kreisverband seit 2008 und wurde auf einer Mitgliederversammlung im Mai dieses Jahres als Vorsitzende bestätigt.

Trotzdem soll Melanie Schlotzhauer nicht über die notwendige Erfahrung verfügen, den Fachbereich Jugend, Soziales und Gesundheit des Kreises zu führen. So lautet zumindest die offizielle Begründung, warum der Hauptausschuss in seiner Sitzung am 9. Mai den Personalvorschlag von Landrat Oliver Stolz nicht nur nicht angenommen hat, sondern gar das gesamte Verfahren für beendet erklärte.

Rückblick: Nach dem Weggang von Fachbereichsleiter Jörg Steinbrenner ist die Stelle vakant. Der Kreis Pinneberg unter Verantwortung der Verwaltung, schreibt die Stelle neu aus. Rund 40 Bewerbungen gingen beim Kreis ein. Ein Assessment-Center, besetzt mit Vertretern aus Verwaltung und Politik sowie einer Expertin des Hamburger Personalamtes entscheidet sich für Melanie Schlotzhauer, bescheinigt ihr mehrheitlich, die nötigen Anforderungen zu erfüllen. Nur der Vertreter der CDU stimmt gegen die Entscheidung für Schlotzhauer.

Nachdem auch der Personalrat zustimmte, muss der Personalvorschlag noch durch den Hauptausschuss abgesegnet werden. Schon im Vorwege gibt es Vorbehalte aus Reihen von CDU und FDP gegen Melanie Schlotzhauer, weswegen die Verwaltung schon vor der Sitzung das Gespräch sucht. „Wir hatten dem Hauptausschuss angeboten, dass sich Frau Schlotzhauer den Mitgliedern auf der Sitzung vorstellt“, bestätigt Kreissprecher Marc Trampe im Gespräch mit unserer Zeitung.

Doch dazu kommt es nicht. Die Mehrheit aus CDU und FDP beendet das Verfahren, sieht Schlotzhauer nicht als geeignet an. Doch ist fehlende Erfahrung wirklich der Grund? Immerhin führt Schlotzhauer nicht nur beruflich Mitarbeiter, sondern auch eine Reihe von Ehrenamtlichen in der Altonaer SPD. Hier scheint die Ursache für die Ablehnung zu liegen. Strittig ist, ob der Hauptausschuss das Verfahren an sich beenden durfte. Landrat Stolz will an seinem Personalvorschlag festhalten, dem Druck der politischen Mehrheit Stand halten. „Diese Stelle darf nicht lange unbesetzt bleiben“, so Trampe. Man hoffe auf ein Einlenken der CDU/FDP-Mehrheit im Hauptausschuss.

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erstellt am 22.Mai.2012 | 21:42 Uhr

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