zur Navigation springen

Handball : Nicht bissig genug gegen die Jung-Zebras

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Ein Spiel beim THW Kiel zu gewinnen, schaffen in ihrer Karriere nicht viele Handball-Spieler. Die 1. Männer des TuS Esingen hätten am Sonnabend zumindest die Oberliga-Partie bei der 2. THW-Mannschaft für sich entscheiden können: „Eigentlich hätten wir dieses Spiel gewinnen müssen“, urteilte Claas-Peter Schütt, der die TuS-Männer zusammen mit Till Krügel trainiert. Doch der Endstand lautete 25:24 für die „Jung-Zebras“, so dass die Tornescher, wenn auch hauchdünn, ihre sechste Pflichtspiel-Niederlage in Folge kassierten.

shz.de von
erstellt am 29.Nov.2015 | 17:19 Uhr

Zunächst starteten die Esinger sehr gut in die Partie: Als in der Helmut-Wriedt-Halle an der Rendsburger Landstraße sieben Minuten gespielt waren, stand ein 1:4 auf der Anzeigetafel. Das U23-Team des amtierenden Deutschen Meisters kämpfte sich aber schnell zurück und über Zwischenstände von 3:5 und 4:6 beim 6:6 zum erstmaligen Ausgleich. Beim 6:7 waren die Gäste letztmals im Vorteil: „Danach ist es uns leider nicht mehr gelungen, noch einmal in Führung zu gehen“, berichtete Schütt.

Beim 9:8 gingen zum ersten Mal die Hausherren in Führung. Zwar konnten die Gäste noch dreimal egalisieren, doch dann wurden die Seiten beim Stand von 12:10 für die THW-Zweite gewechselt. Nach der Pause zogen die Kieler von 14:12 auf 17:14 davon, Doch die Esinger bewiesen Moral, Kampfgeist und Herz: Auch vom einzigen Vier-Tore-Rückstand (beim 19:15) ließen sie sich nicht beirren, und so gelang ihnen in der 48. Minute der 20:20-Ausgleich. „In den letzten zwölf Minuten hatten wir immer wieder die Hoffnung, dass die Partie zu unseren Gunsten kippen würde ‒ und die Chancen dazu waren auch vorhanden“, schilderte Schütt die Schlussphase. Bei einer Zwei-Minuten-Strafe gegen Daniel Abel (50.) gerieten die Esinger wieder ins Hintertreffen. Viermal legte die Heim-Sieben ein Führungstor vor, viermal egalisierten die Tornescher bis zum 24:24. Die Esinger hätten auch selbst in Führung gehen können ‒ doch selbst in Überzahl (Zeitstrafe gegen THW-Akteur Niklas Kadenbach/55.) bissen sie gegen die „Jung-Zebras“ nicht entscheidend zu.

„Es war unglaublich spannend bis zum Ende“, sagte TuS-Betreuer Kay-Uwe Kühn. In der Schlussminute erzielten die Kieler das 25:24. Zwölf Sekunden vor Ultimo gab es für die Gäste noch die Wurfchance zum Ausgleich, doch THW-Torwart Leon Kirschner fischte den Ball noch aus dem Winkel, so dass die Esinger nicht einmal einen Punkt in der Landeshauptstadt holten. „Damit, nur 25 Gegentreffer kassiert zu haben, können wir gut leben ‒ aber wir haben leider selbst zu wenig Tore geworfen“, sagte Schütt, der abschließend urteilte: „Um ein so enges Spiel für sich zu entscheiden, braucht man auch das nötige Quäntchen Glück, und das fehlt uns momentan!“

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert