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Uetersener Nachrichten

24. Oktober 2017 | 00:45 Uhr

Drei Könige : Neujahrstreff der Liberalen

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Der FDP-Ortsverein hält eine Tradition lebendig: Den Neujahrsempfang am Dreikönigstag. Dieses Datum haben die Liberalen bundesweit für Zusammentreffen „gepachtet“. Rolf Maßow, stellvertretender Ortsvereinsvorsitzender der FDP Tornesch-Uetersen, hatte Ludger Fischer, Leiter des Diakonievereins Migration aus Pinneberg als Referent eingeladen. Aber der erschien nicht.

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erstellt am 07.Jan.2016 | 17:43 Uhr

Doch der Abend, an dem von der Stadt der stellvertretende Bürgermeister, Andreas Faust (CDU), teilgenommen hatte sowie USLw-Kommandeur Oberst Markus Kurczyk, gestaltete sich auch ohne Gastreferat kurzweilig. Ausgerufenes Thema des Abends im Schützenhaus an der Kuhlenstraße 2 war die vor Ort geleistete Flüchtlingsarbeit und diesbezügliche Herausforderungen in Uetersen.

Maßow begrüßte die weiteren etwa 50 Gäste und nahm anschließend in eigener Sache Stellung zur aktuellen Diskussion um das Bleekerstift als mögliche Flüchtlingsunterkunft beziehungsweise Entwicklungsfläche für Wohnbebauung.

Es habe ihn sehr erschreckt, wie politisch Andersdenkende die von CDU, BfB und FDP durchgesetzte Veränderungssperre zum Bleekerstift kommentiert hätten. Von einem flüchtlingsfeindlichen Akt hatte der SPD-Fraktionsvorsitzende im Kreis, Hans-Helmut Birke, in den UeNa gesprochen. Und Thomas Hölck, Vorsitzender der Sozialdemokraten im Kreis, hatte die Entscheidung der Ratsversammlung als geeignet für die Wegbereitung der AfD bezeichnet. Maßow: „Wer solche Kommentare abgibt, hat den Boden gemeinsamer politischer Gestaltung des Zusammenlebens verlassen. Es muss doch erlaubt sein, andere Lösungen richtig zu finden, als die Herren Birke und Hölck.“ Während sich der Kreistag erst Ende 2015 für eine zentrale Flüchtlingsunterkunft im Bleekerstift entschieden habe, habe sich die Ratsversammlung in Uetersen bereits 2014 dafür entschieden, Flüchtlinge dezentral unterzubringen. Zudem habe sie einen Bebauungsplan für Wohnbebauung auf dem Gelände aufgestellt. In Uetersen habe sich niemand aus der örtlichen Politik jemals gegen die Aufnahme von Flüchtlingen ausgesprochen. Wohl aber wolle man vor Ort die Hoheit über die Gestaltung der Stadt behalten.

Es schlossen sich mehrere Kurzvorstellungen anwesender Multiplikatoren für ehrenamtliche Flüchtlingsarbeit an. So Ferdinand Nanz (Uetersen Tafel) und Uwe Staack (Freiwilligenforum, Sprachcafé).

Im weiteren Verlauf machte Nobert Vahl von der SPD-Arbeitnehmerorganisation AfA den Vorschlag, für das Sprachcafé im Stadtwerkehaus zu sammeln. Dort werden Flüchtlinge betreut und erhalten in gemütlicher Atmosphäre zwanglosen Sprachunterricht via Smalltalk.

Vahl steckte den ersten Zehn-Euro-Schein in den Schlitz eines anwesenden Sparschweines. Für die „Tafel“ wurde ebenfalls gesammelt. Knapp 200 Euro kamen so zusammen, die FDP stockte diesen Betrag auf 300 Euro auf, so dass sowohl an die „Tafel“ als auch an das Sprachcafé 150 Euro überwiesen werden konnten.

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