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Investition in Neuendeich : Neues Wehr-Fahrzeug für 200.000 Euro

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Als sicher gilt, dass in diesem Jahr der Vorplatz vor der Feuerwache neu gepflastert wird.

shz.de von
erstellt am 04.Mai.2016 | 16:00 Uhr

Neuendeich | Bürgermeister Reinhard Pliquet, gleichzeitig auch Neuendeicher Wehrführer, hat während der vergangenen Einwohnerversammlung davor gewarnt, erneut die Gründung einer gemeindeübergreifenden Feuerwehr öffentlich zu diskutieren. Für einen derartigen Schritt würden sich keine Mehrheiten finden, sagte er. Zuvor hatte der Gemeindechef seine Zuhörer im Dörpshus über in und von der Gemeinde geplante Investitionen informiert. Als sicher gilt demnach, dass in diesem Jahr der Vorplatz vor der Feuerwache neu gepflastert wird. Gerne würde Pliquet außerdem das Mobiliar im Dörpshus austauschen.

Größter finanzieller Brocken wird allerdings das Feuerwehrfahrzeug, inzwischen 30 Jahre alt und damit zu ersetzen. Pliquet rechnet nach eigenen Angaben mit Anschaffungskosten in Höhe von etwa 200.000 Euro. „Wir können das Fahrzeug aus der Rücklage finanzieren, aber dafür gibt es noch keinen Beschluss“, sagte er auf die Nachfrage eines Bürgers.

Es war diese Summe, die Michael Kruse zu dem Vorschlag veranlasste, erneut über den Zusammenschluss mehrerer Gemeindewehren nachzudenken. „Ich frage mich, ob alle Alternativen geprüft wurden, auch die Gründung eines Löschverbandes“, sagte er. Auf Gegenliebe stieß die Idee nicht. „Wenn wir an die Wehr rangehen, ist sie tot“, sagte SPD-Ortsverbandsvorsitzender Gerd Mettjes. Und auch Bürgermeister Reinhard Pliquet ist ein erklärter Gegner jeder Zusammenlegung. „Die Feuerwehr ist das letzte Stück Dorfleben in vielen Gemeinden“, sagte er.

Gremien müssen jetzt die Finanzierung sichernKritik kam zudem aus den Reihen der anwesenden Feuerwehrleute. Sie warnten vor langen Reaktionszeiten der Rettungskräfte und eine Demotivierung der Kameraden. Es ist nun an den politischen Gremien, in den kommenden Wochen die Finanzierung des Fahrzeuges sicherzustellen. Bei dem Thema gehen die Meinungen durchaus auseinander.

Während  Pliquet sich vorstellen kann, das Sparguthaben der Gemeinde zu verwenden, warnte CDU-Finanzexperte Thies-Peter Kleinwort genau vor diesem Schritt. Alternative wäre ein Kredit, wegen der anhaltend niedrigen Zinsen etwa für Neuendeichs ehemalige Bürgermeisterin Bärbel Thiemann der richtige Weg, wie sie während der Versammlung anregte.

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