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Uetersener Nachrichten

23. September 2017 | 23:42 Uhr

Handball : „Neues Team aufbauen“

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Im April 2014 hatten die 1. Frauen des TuS Esingen als Hamburger Meister erstmals den Aufstieg in die Oberliga geschafft. In Deutschlands vierthöchster Spielklasse konnten sie sich allerdings nicht halten: Obwohl sie immerhin 13 Punkte aus 26 Partien holten, stiegen sie als Vorletzter mit zehn (!) Zählern Rückstand auf das rettende Ufer nach nur einem Jahr wieder in die Hamburg-Liga ab. Zum Vergleich: Ein Jahr zuvor hätten in der Frauen-Oberliga 16 Punkte zum Klassenerhalt genügt, am Ende der Serie 2012/2013 sogar 14 Zähler.

shz.de von
erstellt am 04.Jun.2015 | 18:43 Uhr

Nachdem sich Jan-Henning Himborn, der im Frühjahr 2015 sowohl die 1. Frauen als auch die 1. Männer der TuS-Handballer trainierte, im ersten Teil eines großen UeNa-Interviews bereits zum diesjährigen Aufstieg der Männer in die Oberliga geäußert hatte, nimmt er nun im zweiten Teil Stellung zur Oberliga-Saison des Frauen-Teams und dessen Zukunftsperspektive ...

UeNa: Der sofortige Wiederabstieg der 1. Frauen wirft auf die Freude über den Aufstieg der 1. Männer leider einen Schatten, oder?

Jan-Henning Himborn: „Natürlich sind wir in die Saison 2014/2015 mit dem Ziel gegangen, den Klassenerhalt zu schaffen. Hätte mir jemand vor der Saison gesagt, dass wir 13 Punkte holen, wäre ich damit gar nicht so unzufrieden ge- wesen ‒ denn schließlich haben wir im Sommer 2014 nach unserem Aufstieg keine namhaften Verstärkungen bekommen und immer wieder unter großen Verletzungsproblemen gelitten. Vor allem auf Martina Bauer, unsere erfahrenste Spielerin, mussten wir lange Zeit verzichten. Weil es in dieser Saison in der Oberliga so war, dass vor allem im breit gefächerten Mittelfeld des Klassements quasi jeder jeden geschlagen hat, ist es für einen Aufsteiger doppelt schwer ‒ und am Ende für uns leider unmöglich ‒ geworden, die Klasse zu halten. Dass für die Lauenburger SV 21 Punkte nicht zur Rettung genügt haben, ist wirklich Wahnsinn!“

UeNa: Also ist die Trauer über den verpassten Klassenerhalt nicht allzu groß?

Jan-Henning Himborn: „In der Tat ist meine Enttäuschung darüber, dass unsere Spielerinnen nie richtig zu einem Team zusammengewachsen sind, obwohl wir im Winter einen Mentaltrainer dazu geholt haben, größer als die Trauer über den Abstieg. Natürlich war es ärgerlich, dass wir in der Rückrunde drei, vier Spiele mit zwei bis drei Toren Differenz verloren haben ‒ aber selbst mit vier oder fünf Punkten mehr wären wir am Ende dem rettenden Ufer nicht entscheidend näher gekommen. Viel mehr, als über eine bessere Punkteausbeute, hätte ich mich darüber gefreut, wenn unsere Spielerinnen nach dem Abstieg zusammengeblieben wären ...“

UeNa: ... das ist leider nicht der Fall. Auf wen müssen Sie zukünftig verzichten?

Jan-Henning Himborn: „Es gibt vor allem aus beruflichen Gründen mehrere Abgänge. Kübra Yüksel kehrt zum MTV Herzhorn zurück und Sofia Schlage, der allerdings auch noch ein Angebot des Oberligisten TSV Ellerbek vorliegt, hört möglicherweise mit dem Handballspielen komplett auf. Frederike Schmidt studiert in Flensburg, Jessica Nowak geht für ein Jahr nach Spanien und Frauke Langhein zieht in die Nähe von Bad Bramstedt, wodurch ihr der Aufwand, zu den Trainingseinheiten und Heimspielen nach Tornesch zu fahren, zu hoch wird. Und Anna-Cathleen Theel ist schwanger.“

UeNa: Welche Spielerinnen aus dem bisherigen Kader stehen weiterhin zur Verfügung?

Jan-Henning Himborn: „Neben unserer Torhüterin Jessica Krass bleiben uns auch Jana Berge, Katja Brandt, Nane Hauschildt und Meike Speckin sowie Julia Berge, die nach der Geburt ihres Kindes nun wieder mit dem Handballspielen anfängt, erhalten. Ich habe zwar noch zwei, drei Spielerinnen in der Hinterhand, bin aber definitiv auch noch für jede Position auf der Suche nach neuen Spielerinnen. Unser Ziel ist es, einen Kader von zehn bis zwölf Spielerinnen zusammenzubekommen. Außerdem wollen wir versuchen, eine weibliche A-Jugend, für die wir bereits einige Spielerinnen gewinnen konnten, aufzubauen und zwischen diesem Team sowie den Frauen einen regen Austausch zu haben.“

UeNa: Welche sportliche Zielsetzung ist für die neue Hamburg-Liga-Saison realistisch?

Jan-Henning Himborn: „Wir wollen ein neues Team aufbauen und uns in der Hamburg-Liga etablieren. Dafür werden wir in der Vorbereitung im spielerischen und taktischen Bereich arbeiten und die Spielerinnen der A-Jugend sowie die der Frauen auf den gleichen Stand bringen!“

Spielerinnen, die Interesse haben, einmal zur Probe bei den TuS-Frauen mit zu trainieren, werden gebeten, sich bei Jan-Henning Himborn zu melden. Er ist telefonisch (0177-5438871) oder per E-Mail an jhimborn@googlemail.com erreichbar.

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