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Uetersener Nachrichten

16. Dezember 2017 | 22:26 Uhr

Tierheim : Neues Hundehaus kommt

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Wir behandeln sie nicht immer gut, unsere vierbeinigen Gefährten. Hunde werden misshandelt, ausgesetzt, abgegeben, ohne Rücksicht auf die Kreatur gedrillt und verschachert. Für viele Tiere ist das Tierheim eine Station, die ihnen zum ersten Mal in ihrem Leben einen Schutzraum bietet, einen strukturierten Tagesablauf, Zugewandtheit. Für Brigitte Maeder, Vorsitzende des Tierschutzvereins Elmshorn und Umgebung, steht denn auch das Wohl der Tiere im Vordergrund. Viele Projekte müssten im Tierheim an der Justus-von-Liebig-Straße realisiert werden, alle werden zurückgestellt, wenn es darum geht, mit dem vorhandenen Geld die Lebensbedingungen der in Obhut genommenen Tiere weiter zu verbessern.

shz.de von
erstellt am 19.Jun.2013 | 17:41 Uhr

Und so bleibt auch in diesem Jahr der dringend sanierungsbedürftige Eingangs- und Verwaltungsbereich wie er ist, weil sich die 13 hauptamtlichen Mitarbeiter ein neues Hundehaus wünschen. Ein ehrgeiziges Projekt, denn der 4 mal 12 Meter große Bau wird geschätzt 140000 Euro kosten. Eine Stange Geld für den finanziell eher nicht üppig ausgestatteten Tierschutzverein. „Uns spielt in die Karten, dass die Hundeschutzverodnung geändert wurde“, sagte Brigitte Maeder. Darin werden zukünftig größere Hundezimmer mit mindestens zwölf Quadratmeter Fläche verpflichtend. In diesen Zimmern (14 gibt es) verbringen die Hunde zu zweit oder auch im größeren Rudel die Nächte und die Ruhezeiten. Sie sind gemütlich ausgestattet mit Kuscheldecken und Sofas, vermitteln die Atmosphäre einer Wohnung, in die die Tiere nach einer Vermittlung hoffentlich zurückkehren werden.

20 bis 30 Tiere werden zumeist zeitgleich im Tierheim betreut, 267 waren es in 2012. Manche finden schnell eine neues Zuhause, manche bleiben, wie Kangal-Mischling Clyde, zwei Jahre und länger. Das Leben in Gesellschaft ist für die „Langzeit-Bewohner“ besonders wichtig. Hilfe bei der Realisierung des Hundehauses bekommt der Tierschutzverein von der Klara-Samariter-Stiftung.

Sie übernimmt einen Teil der Baukosten, fördert darüber hinaus den Bau einer Photovoltaikanlage auf dem Dach des Tierheims und den Bau einer Regenwassernutzungsanlage. „Die Stiftung legt Wert auf Nachhaltigkeit, und durch die Photovoltaik- und Regenwassernutzungsanlage sparen wir Geld, das wir in den Betrieb des Tierheims stecken können“, so Brigitte Maeder.

Auch die Stadt Tornesch hat finanzielle Unterstützung zugesagt, auf eine Antwort aus dem Elmshorner Rathaus wartet Brigitte Maeder noch. „Insgesamt haben wir 75 Prozent der Kosten zusammen, aber uns fehlen immer noch 50000 Euro.“ Deshalb verkauft der Verein symbolisch Bausteine zum Einzelpreis von 100 Euro an Firmen, Organisationen und Tierfreunde. 50 hat Brigitte Maeder schon verkauft, 500 sollen es im Idealfall werden. Wer sich vorstellen kann, sich auf diese Weise an den Baukosten zu beteiligen, kann das Tierheim unter der Telefonnummer 04121/84921 erreichen. Der Baubeginn ist für August geplant.

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