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Investitionen : Neues Gewerbezentrum am Tornescher Weg?

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Perspektiven gibt es immer. Man muss sie nur finden. Das Autohaus Uetersen hat seine Perspektive gefunden.

Seit nunmehr bereits 50 Jahren. Der VW-Händler am Tornescher Weg feiert somit in diesem Jahr einen runden Geburtstag. Geschäftsführer Frank Lexau, dem auch die VW- (und Audi-) Häuser in Elmshorn und Quickborn unterstellt sind, ist begeistert über den Standort in der Rosenstadt, den er zu einem Gewerbegebiet weiterentwickeln möchte. Und das mithilfe der Uetersener Wirtschaftsförderung und der Stadtplanung. Mit beiden Abteilungen im Rathaus arbeite er vertrauensvoll und gut zusammen, gestand er gestern während eines Besuchs von Bürgermeisterin Andrea Hansen und Meike Koschinski. Uetersens Wirtschaftsförderin hatte ein großes Blumenpräsent mitgebracht. Und das auch in positiver Erwartung, dass sich schon bald etwas tut am Standort.

Dabei geht es um den hinteren Bereich des VW-Hauses. Früher wurde dieser rund 16000 Quadratmeter große Bereich unter anderem als Freilager genutzt. Für Ersatzteile. Doch heute, im Zeitalter von „just in time“, was so viel heißt wie punktgenau, werden größere Lagerflächen nicht mehr benötigt. Das spart zudem Kosten. Ein Ersatzteil, das angeliefert wird, wird sofort in das zu reparierende Auto eingebaut und dann vom Kunden bezahlt. Was also tun mit der Fläche? Seit geraumer Zeit ist Frank Lexau dabei, zu entwickeln. Der Geschäftsführer denkt dabei in Richtung Kleingewerbe/Kleinunternehmer. So habe es zum Beispiel eine Anfrage eines Tierarztes gegeben. Doch auch Handwerksbetriebe können sich dort ansiedeln. Interessierte finden sich einfach im Autohaus ein, um dort Näheres zu erfragen.

Frank Lexau denkt bei seinen Ideen weiter, beziehungsweise wirft grundsätzliche Fragen auf. Und die berühren das Einkaufsverhalten vieler (jüngerer) Menschen. Statt den eigenen Standort zu stärken, bemühen sie den „Einkaufsknopf“ im Internet und halten diesen leichten Weg für die Glückseligkeit an sich.

Frank Lexaus Credo: „Kauft regional vor Ort, sonst stirbt die Vielfalt!“ Diese Haltung vertritt der Geschäftsführer auch im Betrieb. Es sei wichtig, die kurzen Wege zu erhalten. Wer online handele, der gefährde seine Zukunft in der Wirklichkeit massiv. Man müsse auch an die Arbeitsplätze denken, die dadurch verloren gehen könnten.

Ein liebenswertes Umfeld voller Fachgeschäfte könne nur erhalten, wer die Angebote vor Ort annehme und dabei das lokale Glück entdecke. Standorterhaltung und Standortausbau ist das Thema des Unternehmers, der auf Nachfrage sagte, dass er mit ersten konkreten Investitionsentscheidungen Dritter im Bereich des Tornescher Wegs schon im Sommer dieses Jahres rechne.

Das ist auch für die Stadt eine gute Nachricht. Nach den (beabsichtigten und vollzogenen) Umzügen von zwei größeren Firmen aus logistischen Gründen (Witte Pumps und Cornils, wir berichteten) wird darüber deutlich, dass der Standort Uetersen nach wie vor „en vogue“ ist.

Wird zudem der Ansicht von Frank Lexau vom Autohaus Folge geleistet, dass es wichtig ist, den lokalen Standort durch das persönliche Einkaufsverhalten zu stärken, dann kann jeder etwas für die Zukunft der Rosen- und Hochzeitsstadt tun und somit aktive Wirtschaftsförderung betreiben. Und das im Schulterschluss mit der Stadt Uetersen und der vernetzten Kaufmannschaft.

Das Motto dabei: Wer blühende Landschaften möchte, der muss zuvor fleißig säen und gießen.

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erstellt am 12.Feb.2014 | 18:21 Uhr

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