Planungen : Neues Gemeindehaus für St. Johannes

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Was lange währt, kann nun endlich gut werden. Die Pläne für den Neubau des Gemeindehauses der evangelisch-lutherischen Kirche in Appen sind fertig. „Wir freuen uns, denn es ist wichtig für St. Johannes“, erklärt Pastor Frank Schüler.

shz.de von
31. Oktober 2012, 19:07 Uhr

1961 ist das Gebäude eingeweiht worden. Nicht nur die Standards in Sachen Heizung und Wärmedämmung sind mittlerweile andere. Das Haus ist für die Appener Gemeinde zu klein geworden. Außerdem monierte die Berufsgenossenschaft schon seit einiger Zeit die Bedingungen, unter denen im Gemeindebüro gearbeitwet wird.

In den Neunzigern des vergangenen Jahrhunderts wurde erstmals über eine Erweiterung diskutiert, damals in Form eines Anbaus. Doch dann kamen mit der Welle der Kirchenaustritte auch Sparbeschlüsse über die Gemeinden von Nordelbien.

Mit der Fusion der Kirchenkreise zur Nordkirche wurden jedoch zurück gehaltene Gelder an die Gemeinde ausgezahlt. Nach Appen gingen 100000 Euro. Und da man in St. Johannes kräftig gespart hatte, stand das Projekt plötzlich wieder auf der Tagesordnung. Allerdings entschloss man sich im Kirchenvorstand zu einer grundlegenden Lösung. Aus dem An- wurde ein Neubau.

Gut 615000 Euro soll das Vorhaben kosten. 310000 Euro wird der St. Johannes-Rücklage entnommen, wobei darin bereits die Summe vom Kirchenkreis enthalten ist. 100000 Euro kommen als Zuschuss von der AktivRegion Pinneberger Marsch & Geest. Den Rest finanziert man über einen Kredit, der mit dem ehemaligen Militärpastorat in Unterglinde abgesichert ist. Mit den Miteinnahmen des Hauses werden die Zinsen des Kredits bezahlt.

Über 266 Quadratmeter verfügt dann die Gemeinde mit dem Neubau. Der Saal wird größer und zudem noch teilbar. Es gibt einen Jugendraum sowie einen Raum, in dem Projekte realisiert werden können. Konfirmandenunterricht könne dann auch in Kleingruppe gegeben werden, erklärt der Pastor. Der Sanitätstrakt wird modernisiert und das Gemeindebüro vergrößert. Das Haus soll barrierefrei zugänglich sein.

Der kirchliche Treffpunkt bildet zusammen mit Kindergarten und Pastorat eine Linie. Der Neubau wird gegenüber dem jetzigen Gebäude etwas von der Straße Opn Bouhlen zurückversetzt. Es kann dadurch ein Gemeindeplatz vor dem Haus geschaffen werden. Eigentlich sollten die Bauarbeiten bereits im Herbst begonnen werden. Kurzfristig wurde der Start auf das Frühjahr 2013 verlegt. Der Pastor erklärt: „Der Architekt hatte uns dazu geraten, da er davon ausgeht, bei der Ausschreibung günstigere Preise zu bekommen als jetzt im Herbst.“ Er geht von einer Bauzeit von einem Dreiviertel Jahr aus.

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