Jahresversammlung : Neues Fahrzeug für die Feuerwehr

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Über 30 Jahre ist das Löschfahrzeug der Haseldorfer Feuerwehr alt, doch voraussichtlich im Juli kann es außer Dienst gestellt werden. Diesen Liefertermin nannte Wehrführer Ingo Wittke während der Jahresversammlung. Er trat dem Eindruck entgegen, der Wehr werde damit ein neues „Spielzeug“ zur Verfügung gestellt. Wittke sieht es anders: „Haseldorfer Bürger beschaffen sich ein neues Fahrzeug zu ihrer Sicherheit, das bedient wird von Bürgern der Gemeinde.“

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10. Januar 2012, 21:15 Uhr

Zu 21 Einsätzen musste die Wehr 2011 ausrücken. Diese Zahl blieb gegenüber 2010 unverändert. Die „ganze Bandbreite“, so Ingo Wittke, konnte „professionell abgearbeitet werden.“ Er sprach deswegen von einem „erfolgreichen Jahr.“ In seinem Bericht listete er unter anderem einen Mittel- und einen Kleinbrand, acht technische Hilfeleistungen sowie einen Notfalleinsatz auf. Letzterer war der wohl wichtigste Einsatz, denn ein 64-Jähriger hatte sich bei einem schweren Verkehrsunfall lebensgefährlich verletzt.

48 Kameraden tun in der Haseldorfer Wehr ihren freiwilligen Dienst. Vier sind während des vergangenen Jahres ein- und fünf ausgetreten. Verstärkt wird die Haseldorfer Truppe bei Tageseinsätzen werktags von einem Kameraden der Wedeler und zwei der Hetlinger Wehr. Der Altersdurchschnitt sei „ausgeglichen“, sagte Wittke. Die Haseldorfer verfügen über 25 Atemschutzträger. „Wir stehen recht gut da“, stellt er fest. Allerdings dringt er auf kontinuierliche Mitgliederwerbung. „Wir brauchen drei bis fünf neue Kameraden pro Jahr“, erklärte Wittke.

Für 100-prozentige Dienstbeteiligung wurden Hendrik Schlittke, Arne Voß, Jerome Vonnekold und Julian Vonnekold geehrt. 99,9 Prozent der Dienste („ich glaube, die waren nur am Volkstrauertag nicht dabei“, so Wittke) absolvierten Patrick Schuldt, Holger Brandt, Martin Hollers, Jan Hermann Kölln und Jörg Wulf.

Der 300000-Euro-Investition der Gemeinde in ein neues Feuerwehrfahrzeug müssen aus der Sicht des Wehrführers weitere folgen. Die Erneuerung des Feuerwehrgerätehauses sowie ein neues Fahrzeug als Ersatz für ein ebenfalls in die Jahre gekommenes solle „ins Auge gefasst werden“, erklärte er. Das trieb manchem der anwesenden Kommunalpolitiker angesichts der Finanzlage der Gemeinde ein Runzeln auf die Stirn.

Unterstützung bekam Wittke von Werner Krohn, Beisitzer im Kreisfeuerwehrverband. „Man muss investieren, damit es rund läuft“, so der Hetlinger. Ehrungen, Beförderungen und Neuaufnahmen

Für 40 Jahre in der aktiven Wehr ist Georg Kleinwort von Bürgermeister Uwe Schölermann mit dem Brandschutzehrenzeichen in Gold ausgezeichnet worden. 20 Jahre sind Ralf Lindemann, Klaus Baumgarten, Holger Brandt, Hans Werner Fesefeldt, Karl Heinz Hinsch, Jörn Wulff und Ingo Wittke aktiv. Vor zehn Jahren traten Martin Krohn und Kai Krüger der Wehr bei. Zum Löschmeister wurde Fred Kröcker befördert, Hauptfeuerwehrmann darf sich nun Benjamin Tokarski nennen. Ingo Wittke wurde von Werner Krohn vom Kreisfeuerwehrverband zum Brandmeister ernannt. Neu in die Truppe aufgenommen wurden Jürgen Kleemann, Christian Grundorf und Björn Markmann. In die Ehrenabteilung wechselten Gerd Glasshoff und Hartmut Ehlers. (tp)

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