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Uetersener Nachrichten

13. Dezember 2017 | 12:57 Uhr

Billard & Dart : Neues Domizil dringend gesucht

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Vor vier Jahren war das Angebot der Stadt Tornesch an die Abteilung Billard der Uetersener Sportgemeinschaft, die Räume der ehemaligen Postfiliale Tornesch für den Billardsport und den Aufbau von Dartsport günstig mieten zu können, ein Glücksfall. Die Sportler schufen sich über mehrere Monate nach Feierabend und an Wochenenden ein geeignetes und für Jugendliche und Erwachsene gemütliches Domizil, das sie im Oktober 2011 öffentlich einweihten.

shz.de von
erstellt am 23.Okt.2015 | 20:12 Uhr

Nun haben sie allerdings von der Stadt eine Sonderkündigung erhalten. Die im Eigentum der Stadt (GGT Grundstücksgesellschaft Tornesch) befindlichen Räume werden für die Unterbringung von Flüchtlingen benötigt. Bis zum 5. November muss der Auszug erfolgt sein. Händeringend suchen die 23 Billardspieler, darunter elf Jugendliche aus Tornesch, und die 18 Darter nun neue geeignete und bezahlbare Räume.

„Wir verstehen die Entscheidung der Stadt. Angesichts der derzeitigen Probleme bei der Flüchtlingsunterbringung muss jede Möglichkeit ausgeschöpft werden. Aber wir möchten natürlich unseren Sport weiter ausüben und benötigen daher dringend neue Räume, die wir auch, falls notwendig, wieder selbst herrichten würden“, betont Gerhard Eidhoff, Vorsitzender der Abteilung Billard & Dart der Uetersener Sportgemeinschaft.

Denn bislang ist seine und die Suche seiner Spartenmitglieder nach einem neuen Domizil erfolglos geblieben. Entweder war die Miete zu teuer oder die Räume nicht passend, denn es müsste die Möglichkeit bestehen, mindestens zwei Billardtische aufzustellen und drei Dartscheiben aufzuhängen.

Da die Zeit drängt und die Billard- und Dartspieler nicht nur ihr Training und ihre Gemeinschaft im Auge haben, sondern ohne Räume die angesetzten Heimspiele im Ligabetrieb nicht ausrichten können und dann Konventionalstrafen zahlen müssten, haben sie einen Plan B aufgestellt, der jedoch nur als Übergangslösung dienen kann.

Die 23 Billardspieler, die mit einer Mannschaft an den Punktspielserien teilnehmen, erhalten bis zum Saisonende „Asyl“ beim PBV Pinneberg. Ein Billardtisch wird im JottZett aufgebaut, ein anderer Tisch eventuell in der Uetersener Rosenstadtschule, um dort die Billard-Arbeitsgemeinschaft aufrecht zu erhalten und der dritte Tisch wird eingelagert. Für die Dartspieler hat sich noch keine Übergangslösung ergeben.

„Uns bleibt nur das Ausweichen in das Hinterzimmer einer Gaststätte. Aber das entspricht nicht unserem Anliegen und unserem Slogan ,Raus aus der Kneipe, rein in den Verein’“, macht die erfolgreiche Steel-Darterin Christa Hildmann deutlich. An einen Zerfall der Gruppe, die 2012 mit vier Dartspielern startete und jetzt 18 Aktive mit zwei Mannschaften im Ligabetrieb zählt, mag sie nicht denken.

Durch die Leitung von Billard-Arbeitsgemeinschaften an Schulen, Tage der offenen Tür, die regelmäßige Teilnahme am JottZett-Ferienprogramm und am Tornescher Weltkindertag haben sich die Billardspieler der Uetersener Sportgemeinschaft aktiv in die Jugendarbeit eingebracht. Die elf jugendlichen Mitglieder der Abteilung holten beim Jugendfördercup 2015 bei vier Turnieren drei erste und einen zweiten Platz. Unternehmen, Vereine, Institutionen oder Privatpersonen in Uetersen, Tornesch und dem Umland, die geeignete und für den Verein bezahlbare Räume anbieten können, werden gebeten, sich an den Ersten Vorsitzenden der Billard & Dart-Abteilung der Uetersener Sportgemeinschaft Gerhard Eidhoff unter Telefon 0160/97455302 oder per Mail: gerhard.eidhoff@arcor.de zu wenden.

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