Eröffnung : Neues Darmzentrum steht

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Dem Sprecher der Regio-Kliniken, Sebastian Kimstädt, war es wichtig, dass das neue Darmzentrum in Elmshorn keine Konkurrenz zur Pinneberger Einrichtung sein soll. Denn dort existiert bereits ein derartiges zertifiziertes Zentrum. Nun hat auch das Klinikum in Elmshorn sein Darmzentrum, eine Zertifizierung soll in etwa einem Jahr folgen.

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30. Juli 2014, 17:21 Uhr

300 Menschen im Kreis Pinneberg erkranken – vorsichtig geschätzt – jedes Jahr an Darmkrebs. Eine Erkrankung, bei der die Früherkennung besonderes wichtig ist, weil sich schon weit vor der eigentlichen Erkrankung erkennen lässt, wie groß das Risiko ist, an Darmkrebs zu erkranken. Marc Voß, der Leiter der Elmshorner Gastroenterologie, formuliert so: „Wenn jeder rechtzeitig zur Darmkrebsfrüherkennung käme, dann könnten wir den Darmkrebs fast ausmerzen.“ Die Wirklichkeit allerdings sieht anders aus: Denn nur rund 15 Prozent der über 55-Jährigen gehen überhaupt zu jener Untersuchung. Diese Zahl ist durch die Öffentlichkeitsarbeit der Kliniken und durch ein verstärktes Bewusstsein bei den Menschen zwar steigend, die Zuwachsraten bewegen sich aber auf niedrigem Niveau. Voß übernimmt in Zukunft die Koordination der interdisziplinären Zusammenarbeit zwischen den Ärzten der einzelnen Fachrichtungen in und außerhalb des Krankenhauses.

Mit dem neuen Darmzentrum in Elmshorn werden die Wege für Vorsorgewillige nun noch kürzer.

Die Einrichtung wird von Ulf Niemann geleitet, dem Chefarzt für Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie. „Der Bedarf für ein eigenes Darmzentrum in Elmshorn ist vorhanden. Die Stadt ist groß und hat ein weites Einzugsgebiet, das über die Grenzen des Kreises Pinneberg hinausreicht. Daher schaffen wir für die Menschen hier ein wohnortnahes, zusätzliches Angebot“, so der Mediziner.

Auch der ärztliche Direktor des Regio-Klinikums Elmshorn, Oliver Harder, sieht in dem neuen Zentrum eine deutliche Stärkung des Elmshorner Standortes: „Die Klinik hat eine gute gastroenterologische Abteilung und verfügt über moderne Diagnosetechnik. Außerdem arbeiten wir sehr eng mit den niedergelassenen Medizinern zusammen“, so Harder. Regio-Geschäftsführer Philipp Schlösser: „Unsere bestehenden Zentren in den Bereichen Darmkrebs, Gynäkologie, Urologie und Gefäßmedizin sind medizinisch außerordentlich erfolgreich und können sich durchaus mit universiären Einrichtungen messen.“ Daher wolle man, so Schlösser, diesen Kurs auch fortsetzen.

In den vergangenen Jahren investierte die Klinik rund 200000 Euro in modernste Kamera- und Monitortechnik zur Untersuchung des Magen-Darm-Traktes. Derzeit werden in Elmshorn jährlich rund 900 Darmspiegelungen durchgeführt.

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