Kontroverse : Neuer Plan für den Generationenpark

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Die Gemeindevertretung unternimmt einen Versuch, den Generationenpark zu retten. Ein Teil der Fläche, die für barrierefreies Wohnen vorgesehen war, wird in ein Bebauungsgebiet für junge Häuslebauer umgewandelt. Allerdings stehen dem Erfolg derzeit einige Unwägbarkeiten im Weg. Und Kritik an dem Vorgehen kam von den Sozialdemokraten.

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17. September 2012, 20:45 Uhr

Elf Grundstücke sollen am Neuen Weg für Bauherren geschaffen werden, berichtete Bürgermeister Uwe Schölermann (CDU). Hinzu kommen zehn Wohnungen für Senioren, die 50, 60 oder 70 Quadratmeter groß sein sollen. Für einen Teil ist ein Wohnberechtigungsschein nötig, die andere Hälfte wird frei finanziert. Direkt am Neuen Weg ist zudem der Bau eines Dorfgemeinschaftshauses geplant, so der Bürgermeister. Für die Sozialdemokraten war eine Frage entscheidend: Kann Haseldorf das Projekt überhaupt finanziell wuppen? Der Fraktionsvorsitzende Boris Steuer und der Ortsvorsitzende Thomas Hölck lobten zwar grundsätzlich den Versuch, das festgefahrene Projekt wieder flott zu bekommen. Sie verwiesen aber auf die derzeit unklare Finanzlage der Gemeinde. Erst im Frühjahr 2013, wenn die Haushaltsführung gänzlich auf Doppik umgestellt sei, könnte man das Risiko einschätzen.

Der aktuelle 1,97-Millionen-Euro-Haushalt weist ein Defizit von 209000 Euro auf. In den ersten drei Jahren muss die Gemeinde gut 32000 Euro jährlich an Zinsen tragen und danach fast 26000 Euro an Zinsen und Tilgung.

Die Genossen schlugen vor, die Entscheidung in das Frühjahr 2013 zu verschieben. Das lehnten die Christdemokraten ab. Folglich verweigerte die Minderheitsfraktion dem Plan seine Zustimmung.

Der Bürgermeister verwies auf die Mindestvoraussetzungen, die erfüllt werden müssen. So sollen die Baukosten für barrierefreies Wohnen und Dorfgemeinschaftshaus bei 1,6 Millionen Euro gedeckelt werden. Und die Kommunalaufsicht muss die Kreditaufnahme der Kommune absegnen.

Ein verbilligtes Darlehn aus der sozialen Wohnraumförderung ist ebenso unabdingbar für die Finanzierung des Gesamtprojekts wie ein 150000-Euro-Zuschuss von der „AktivRegion Pinneberger Marsch & Geest“. Anträge konnten in beiden Fälle noch nicht gestellt werden. Nach der Aussage von Schölermann gibt es eine mündliche Zusage von der AktivRegion.

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