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Uetersener Nachrichten

21. Oktober 2017 | 23:32 Uhr

Investitionsfonds : Neuer Millionen-Kredit

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Innenminister Andreas Breitner (SPD) kam gestern mit einem Packen von sieben Zuwendungsbescheiden ins Büro von Elmshorns Bürgermeisterin Dr. Brigitte Fronzek. Wert der Unterlagen: 6,6 Millionen Euro.

shz.de von
erstellt am 26.Jun.2013 | 19:22 Uhr

Allerdings handelt es sich dabei nicht um Landeszuschüsse klassischer Prägung, sondern um zinsgünstige Darlehen aus dem Kommunalen Investitionsfonds zur Förderung städtischer Infrastruktureinrichtungen. Die Kredite laufen 20 Jahre und haben einen Zinsatz von derzeit 1,8 Prozent.

Der weitaus größte Teil des Geldes wird in die Sanierung der Kooperativen Gemeinschaftsschule Elmshorn (KGSE) gesteckt. In der 36 Millionen Euro teuren Maßnahme stecken Kredite mit einem Gesamtvolumen von 16,9 Millionen Euro, darunter nun auch 3,3 Millionen aus dem Kommunalen Investitionsfonds. „Wer glaubt, dass Bildung viel kostet, muss bedenken, was Dummheit kostet. Die kommt uns am Ende viel teurer“, sagte Innenminister Breitner.

Die in den 70er Jahren errichteten und stark beschädigten Schulgebäude werden abgerissen und durch drei dreigeschossige Neubauten ersetzt. Außerdem werden die Sporthallen erweitert und die Außenanlage neu gestaltet. Die restlichen 3,3 Millionen Euro an zinsgünstigen Darlehen werden in die Sanierung von Schmutz- und Regenwasserkanälen und den Hochwasserschutz gesteckt. „Gerade der Einbau von Rückstauklappen und die Umgestaltung des Wehrs Steindammpark sind Schutzmaßnahmen, die nicht auf die lange Bank geschoben werden dürfen. Das rächt sich sonst“, so Breitner.

Brigitte Fronzek liegt daneben vor allem auch an der Modernisierung der Abwasserleitungen. „Die kommenden Generationen sind darauf angewiesen, dass die Stadt auch in die unterirdische Infrastruktur investiert, und das tut sie wie keine Zweite in der Umgebung.“ Das Thema sei keineswegs trivial und habe auch etwas mit modernem Umweltschutz zu tun.

Fronzek machte keinen Hehl daraus, dass die Baumaßnahmen ohne die zinsgünstigen Darlehen kaum möglich gewesen wären. „Hätten wir uns das Geld auf dem Kapitalmarkt beschafft, hätten wir langfristig bis zu 3,3 Prozent Zinsen gezahlt.“

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