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Uetersener Nachrichten

18. November 2017 | 05:49 Uhr

Treffen : Neuer IHK-Chef besucht Kreis

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Eigentlich ist die Industrie und Handelskammer für ihn nichts neues, denn der 47-jährige Jörg Orlemann bewegt sich seit 1998 unter dem großen Dach der IHK. Zuletzt war er Hauptgeschäftsführer der IHK Stade für den Elbe-Weser-Raum; vor einem Jahr wählte ihn die Vollversammlung der IHK Kiel zum neuen Hauptgeschäftsführer der dortigen Niederlassung.

shz.de von
erstellt am 02.Apr.2014 | 18:49 Uhr

In deser Woche ist Orlemann zu seinem ersten Besuch im Kreis Pinneberg unterwegs, in dessen Rahmen der den Schwerpunkt auf die Industrie legte. So waren zwei der führenden Industrieunternehmen des Kreises Gastgeber Orlemanns: In Uetersen die Witte Pumps & Technology GmbH und in Pinneberg die C. Otto Gehrckens GmbH & Co. KG.

Gestern war Orlemann überdies zu Gast in der Redaktion der Uetersener Nachrichten, gemeinsam mit IHK-Presseprecher Michael Legband und Paul Raab, dem Leiter der IHK-Zweigstelle Elmshorn. So konnte der „Neue“ von der Redaktion ausgiebig kennengelernt werden. „Ausgiebig mit Menschen sprechen“, das will der diplomierte Physiker zunächst tun und meint damit vorwiegend die Mitglieder der IHK zu Kiel, welche im Grunde – wie jede Kammer – zuvorderst von ihren Mitgliedern geprägt wird.

Sorgen macht dem Hobby-Taucher Orlemann das schwindende Angebot an Gewerbeflächen: „Der gegenwärtige Bestand des Kreises Pinneberg an Gewerbeflächen reicht noch für zirka sechs bis sieben Jahre aus. Ansiedlungs- und erweiterungswilligen Unternehmen können kaum ausreichende Angebote für Flächen unterbreitet werden“, sagte Orlemann im gestrigen Gespräch. Volkswirtschaftlich geboten sei daher eine Flächenbevorratung. Nur so könne man verhindern, dass sogar Bestandsunternehmen abwanderten, wenn sie auf Erweiterungsflächen angewiesen sind.

Ein weiteres Anliegen Orlemanns ist es, in der Bevölkerung das Bild der Industrie zu verändern, die sich durch eine Vielzahl an Innovationen auszeichne, die die Unternehmen hierzulande in hohem Maße wettbewerbsfähig machten. Orlemann erinnerte daran, dass Schleswig-Holstein über viele Industrieunternehmen verfügt, die in ihrem Markt Weltmarktführer sind. „Diese Tatsache ist leider weitgehend unbekannt“, beklagt Orlemann. Industrie sei eben nicht mehr Dreck und harte körperliche Arbeit, sondern Forschung, Innovation und überdies gute Arbeitsplätze, so der neue IHK-Geschäftsführer. Gerade die von der IHK jährlich veranstaltete „lange Nacht der Industrie“ ist in den Augen Orlemanns ein probates Mittel, der Bevölkerung genau das zu zeigen, in dem man einfach einmal seine Tore für alle öffnet.

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