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Wenig Veränderungen : Neuer Bürgermeister für Neuendeich

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Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Politischer Wachwechsel in Neuendeich, Ohrfeigen für die CDU in Heltingenund Moorrege sowie geringe Veränderungen in den anderen Dörfern von Marsch und Geest erbrachte die gestrigen Kommunalwahl.

shz.de von
erstellt am 26.Mai.2013 | 22:42 Uhr

Reinhard Pliquet wird neuer Bürgermeister von Neuendeich. Mit 755 zu 722 Stimmen konnte sich die SPD relativ deutlich gegenüber der SPD durchsetzen. Dies bedeutet 51,1 zu 48,9 Prozent. Während die Genossen mit ihrem erfahrenen Spitzenkandidaten versuchten im Wahlkampf zu punkten, setzte die CDU auf ihr Team und Sachargumente. Das CDU-interne Gezerre um die Nachfolge der zurückgetretenen Bürgermeisterin Bärbel Thiemann dürfte den Ausschlag für den Machtwechsel gegeben haben.

Bei den Direktstimmen lag „Reini“ Pliquet mit 186 deutlich vorn, gefolgt von seinem Parteifreund Uwe Mettjes und der Christdemokratin Ellen Kruse (beide 162). Erst auf Platz vier folgt Bürgermeister Günther Laudan (CDU, 155). Die Mehrheitsverhältnisse in der Gemeindevertretung kehren sich damit um. Dort engagieren sich zukünftig fünf Sozial- und vier Christdemokraten.

Eine politische Ohrfeige setzt es für die Christdemokraten (56,7 Prozent) in Moorrege. Sie verlieren gleich zwei Stimmen, jeweils eine an SPD (28,3 Prozent) und Bündnis 90/Die Grünen (15 Prozent). Die CDU schickt neun, die SPD fünf und die Ökopaxe drei Politiker ins Dorfparlament. Damit hat die Union nur noch ein hauchdünne Ein-Stimmen-Mehrheit in der Gemeindevertretung. Die Wahlschlappe dürfte als die Quittung für das rigorose Durchdrücken des Schafweide-Projekts seitens Bürgermeister Karl-Heinz Weinberg und seines ersten Stellvertreters Georg Plettenberg zu werten sein.

Drastische Veränderungen, jedoch kein Machtwechsel hat sich in Hetlingen abgezeichnet. Nach der Auszählung von rund Zweidrittel der Stimmen bahnen sich deutliche Verluste der CDU mit Bürgermeisterin Barbara Ostmeier an. Die Freie Wahlgemeinschaft legt kräftig zu, wird voraussichtlich aber nicht die 50-Prozent-Marke überspringen können. Es ist schon fast ein Erdrutsch, was sich in Groß Nordende abgespielt hat. Deutlich zugelegt hat die Gemeinschaft unabhängiger Bürger (GuB). Sie holten 62,1 Prozent gegenüber 37,9 Prozent der Alten Kommunalen Wählergemeinschaft (AKWG). Damit konnte die GuB ihre Mehrheit in der Gemeindevertretung von fünf aus sechs ausbauen. Für die AKWG sitzen zukünftig nur noch drei Politiker im Rat der Gemeinde.

Die Gemeinschaft unabhängiger Bürger hatte erst bei der Wahl 2008 die Macht erringen können und ihre Spitzenkandidatin Ute Ehmke zur Bürgermeisterin und Nachfolgerin von Klaus Piening gewählt. Nach jahrzehntelanger Vorherrschaft im Dorf hatte die AKWG während der vergangenen Wahlperiode es nicht geschafft sich neu zu positionieren. Grundsätzlich nichts ändert sich an den politischen Verhältnissen in Heist. Keine Partei konnte eine absolute Mehrheit holen. Die CDU (48,4 Prozent) wird im nächsten Gemeinderat mit acht Politikern vertreten sein. Dies war auch in den vergangenen fünf Jahren so. Verschiebung gab es bei den anderen beiden Fraktionen. Die SPD (20,3 Prozent) konnte einen Sitz von der Freien Wählergemeinschaft (31,3 Prozent) holen und schickt zukünftig vier Politiker in das Gremium. Für die FWH engagieren sich dann fünf Bürger. Theoretisch könnten Sozialdemokraten und Freie Wähler also bei der konstituierenden Sitzung Bürgermeister Jürgen Neumann (CDU) abwählen und einen der Ihren in dieses Amt heben.

Denkbar unglücklich ging die Wahl in Haseldorf für die Sozialdemokraten aus. Genau eine Stimme fehlte ihnen, um den Christdemokraten einen Sitz abzuluchsen. Damit bleibt es bei dem Verhältnis von neun zu vier für die CDU mit ihrem Bürgermeister Uwe Schölermann. Die Union bekam 3829 Stimmen gleich 65,4 Prozent, die SPD 2022 (34,5 Prozent). Leichte Verluste müssen die Christdemokraten in Holm mit Bürgermeister Walter Rißler an der Spitze hinnehmen. Sie kommen auf 71,3 Prozent (2008: 75,3 Prozent). Die Sozialdemokraten erringt 28,7 Prozent (208: 24,7 Prozent). Die Stimmen in Appen und Haselau waren neben denen in Hetlingen bei Redaktionsschluss noch nicht ausgezählt.

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