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Uetersener Nachrichten

22. August 2017 | 13:13 Uhr

Elternvertreter : Neuer Ärger um den Schulbus

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

„Wann hat dieses Trauerspiel endlich ein Ende?“, fragt sich Sven Hauenstein, Vorsitzender des Schulelternbeirates. Es gibt neuen Ärger um den Schulbus (die UeNa berichteten), der nicht nur die Kinder aus Haseldorf und Haselau zur Grundschule fährt und wieder zurück nach Hause. Auch die Hetlinger Grundschüler werden mit dem Gefährt zu Veranstaltungen ins Nachbardorf gefahren, wie jüngst dem Reformationstag-Projekt. Das marode Gefährt, das einst für viel Ärger sorgte, wird seit dem vorerst letzten UeNa-Artikel nicht mehr von dem Unternehmen eingesetzt. Nach den Herbstferien fuhren Reise- und Linienbusse. Hauenstein kritisiert, dass bei Reisebussen die Kinder über hohe Treppen einsteigen müssen. „Für einen Erstklässler mit Ranzen auf dem Rücken geht das gar nicht“, so der Elternvertreter. Nach dem Vertrag sei der Unternehmer verpflichtet, Linienbusse ohne Treppen einzusetzen.

Außerdem ist das Fahrzeug nicht als Schulbus gekennzeichnet. Und der Fahrer setzt den Bus schon in Bewegung, bevor sich alle hingesetzt habe. Folge: Kinder purzeln durch den Gang.

Hauenstein moniert weiterhin, dass es vonseiten der Bürgermeister aus Haseldorf und Haselau schnell Telefonate nach seinem vorerst letzten Alarmruf gab. Seit diesen „vollmundigen und pressewirksamen Ankündigungen ist nichts passiert“, so Hauenstein.

Die Sicht des Schulelternbeiratsvorsitzenden kann Rolf Herrmann nicht teilen. „Der Bus fährt ordentlich“, erklärt der Haselauer Bürgermeister. Er kümmert sich für das Amt Haseldorf um die Schulbusproblematik. Der Einsatzleiter des Busunternehmens sei informiert worden. Er soll auf den Fahrer einwirken, dass er erst anfährt, wenn alle Kinder sitzen. Und seit gestern prangt an dem Gefährt das Schulbus-Schild. Herrmann verweist zudem darauf, dass es vonseiten der Haseldorfer Schulleitung in den vergangenen Wochen keine Beschwerden gab.

Bei einem Gespräch im Frühjahr hatte der Busunternehmer erklärt, er würde nicht gegen eine Kündigung des Vertrages durch den Schulträger vorgehen. „Für ihn zahlt sich der Schulbus wohl nicht aus“, vermutet Herrmann.

Nach dem Ärger im Sommer hatte die Uetersener Verwaltung den Auftrag bekommen, eine Umfrage unter Busunternehmern zu starten, um einen neuen Betreiber zu finden. Die PVG habe ein Angebot abgegeben, die KViP noch nicht, berichtet der Haselauer. Von anderen Betreibern habe es auch noch keine Rückmeldung gegeben.

Der Bürgermeister setzt auf einen größeren Anbieter. Keine Chancen sieht er für Unternehmen, die nur über einen Bus verfügen. „Dem würde ich nicht zustimmen“, so Herrmann. Sollte der Bus dieses Unternehmers ausfallen, habe man wieder den Ärger.

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erstellt am 01.Nov.2011 | 21:17 Uhr

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