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Uetersener Nachrichten

16. Dezember 2017 | 07:01 Uhr

Politik : Neue Schule, neuer Name?

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Bettina Michaelsen, Leiterin des Förderzentrums an der Birkenallee (Geschwister-Scholl-Schule), hat im Bildungsausschuss den Antrag gestellt, den Namen „Geschwister-Scholl-Schule Uetersen“ (GSS) in „Förderzentrum Region Uetersen“ umzubenennen.

shz.de von
erstellt am 12.Feb.2016 | 17:54 Uhr

Die GSS sei in den vergangenen Jahren im Rahmen der zunehmenden inklusiven Beschulung in vielen Schritten von einer reinen Förderschule zu einem Förderzentrum gewachsen, das die Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf in elf Regelschulen integrativ unterstützt und nun kaum noch eigene Schüler im Haus habe. Nun laufe die interne Beschulung aus, die beiden verbliebenen Schülergruppen mit insgesamt rund 25 Kindern zögen in die Rosenstadtschule um, um dort eine inklusive Situation zu schaffen. Die GSS gebe es dann nicht mehr. Die Förderschule auch nicht. „Es ist für Menschen schwer verständlich, einen solchen Systemwandel von der Förderschule zur integrativen Beschulung unter Beibehaltung des gleichen Namens zu verstehen“, so die Schulleiterin. Das führe zu Missverständnissen, auch bei Eltern integrativ beschulter Kinder.

Der Name sei als Förderschule oder sogar als Sonderschule bekannt. Schüler fühlten sich dadurch zuweilen bereits stigmatisiert. Die Schulleiterin bat um eine möglichst emotionslose Entscheidung auf der Sachebene. Der Antrag stieß bei CDU und SPD auf Kritik. Beide Fraktionen wollten den Namen Geschwister-Scholl“ im neuen Namen verankert wissen. Bei der Jürgen-Frenzel-Schwimmhalle gehe das ja auch, so die neue Bildungsausschussvorsitzende, Heike Baumann (SPD), nachdem die Schulleiterin argumentiert hatte, dass die vorgeschlagene Variante „Geschwister-Scholl-Förderzentrum“ zu lang sei und mindestens noch um „Uetersen“ verlängert werden müsste. Die Grünen und die BfB konnten die Argumente von Bettina Michaelsen hingegen nachvollziehen und sagten zu, dem Antrag auf Namensänderung zuzustimmen. Die CDU beantragte daraufhin eine Sitzungsunterbrechung. Anschließend einigten sich alle Parteien darauf, diesmal nicht zu entscheiden, sondern den Antrag zurück in die Fraktionen zu verweisen. Liebe Leser, was meinen Sie zur Diskussion? Schreiben Sie uns Ihre Meinung. Soll der Name „Geschwister Scholl“ im neuen Namen verankert werden oder trägt er aufgrund des Paradigmenwechsels zur Verwirrung bei? Kann die gefühlte Stigmatisierung von Ihnen nachempfunden werden? Schreiben Sie eine E-Mail an „klaus.plath@uena.de“. Eine Veröffentlichung Ihrer Meinungen behalten wir uns vor.

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