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Uetersener Nachrichten

17. Oktober 2017 | 11:50 Uhr

Angemietet : Neue Räume für das Ehrenamt

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Dieses Beispiel könnte Schule machen: Die Kreisstadt hat Räumlichkeiten angemietet, die sie den ehrenamtlichen Flüchtlingshelfern für Seminare, Deutschkurse und die Unterbringung der Kleiderkammer zur Verfügung stellt. Bürgermeisterin Urte Steinberg eröffnete das Ehrenamtszentrum gestern offiziell und lobte dabei erneut die Arbeit der Pinneberger als eine „wichtige Säule der Willkommenskultur“.

shz.de von
erstellt am 20.Jan.2016 | 20:30 Uhr

Sieben Räume mit insgesamt 480 Quadratmetern Fläche hat die Stadt im 1. Stock des ehemaligen AKAD-Gebäudes in der Innenstadt zunächst befristet bis 31. Januar 2017 angemietet. Hier, eingebettet zwischen Fußgängerzone, Rathauspassage und Rathaus, sollen Gruppen- und Ehrenamtlichentreffen, Fortbildungen und verschiedene Veranstaltungen zur Stärkung des Gemeinschaftsgefühls stattfinden. Das Ehrenamtszentrum ist damit wichtiger Teil des städtischen Integrationskonzepts! „Hier können wir endlich alle unsere Ideen umsetzen“, sagte Urte Steinberg in ihrer Eröffnungsrede.

Gleichzeitig skizzierte sie den langen Weg bis zum unterschriftsreifen Mietvertrag, erzählte von ungezählten Telefonaten mit potenziellen Vermietern und hartnäckigen Recherchen, diversen Ortsterminen und geplatzten Träumen, wenn sich alle bereits auf der Zielgeraden wähnten, dann aber doch eine Absage kam. Seit 15. Dezember ist die Stadt nun Mieterin der Etage, die überwiegend mit geliehenen Stühlen und gemieteten Tischen und Tafeln eingerichtet wurde. Hier gibt es außerdem einen kostenlosen Internetzugang für Flüchtlinge, Computer sollen folgen. „Damit werden Kommunikations- und Bildungsmöglichkeiten eröffnet“, sagte die Bürgermeisterin. Steinberg bezeichnete das neue Zentrum als einen Begegnungsort mit den Strukturen, die notwendig seien, um das Knüpfen von Kontakten zu erleichtern. „Erst durch die soziale Eingebundenheit fühlen sich einzelne Menschen sicher und geborgen“, sagte sie.

Den Ehrenamtlichen und nicht zuletzt Flüchtlingskoordinatorin Pia Kohbrok dürften die neuen Räume zukünftig die Arbeit deutlich erleichtern. Sie hätten sich bislang in Jugendzentren, Seniorentreffs, Vereins- und Gemeindehäusern getroffen, die dadurch an ihre Kapazitätsgrenzen gekommen seien. „Nun können nicht nur neue Aktivitäten geplant, sondern auch bereits bestehende verlagert werden“, sagte Bürgermeisterin Urte Steinberg.

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