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Uetersener Nachrichten

12. Dezember 2017 | 21:18 Uhr

Neue Hoffnung für Bahnfahrer

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

evaluation Untersuchung des Verkehrsknotenpunkts Hamburg könnte für Verbesserungen in der Region sorgen / Doch drittes Gleis?

von
erstellt am 27.Mai.2017 | 16:00 Uhr

Überholgleis bei Tornesch, zusätzliche Zugverbindungen von und nach Hamburg sowie eine Verschiebung der Tarifzonengrenze − die Bürgerinitiative (BI) „Tornesch − Dorfbahnhof? Nein Danke! Starke Schiene im Kreis Pinneberg“ kämpft weiter für Verbesserungen im Bahnverkehr. Das wurde während eines Treffens mit den SPD-Politikern Beate Raudies und Ernst Dieter Rossmann in Heidgraben deutlich. Bundestagsmitglied Rossmann äußerte dabei die Hoffnung, dass im Zuge der Evaluation des Bundesverkehrswegeplans in fünf Jahren eine Neubewertung der Situation in der Region erfolgen könnte.

Das dritte Gleis für den Kreis Pinneberg hat es − trotz aller Versuche von BI und Politik − nicht in den Bundesverkehrswegeplan geschafft. Deswegen richtet sich der Blick nun auf den sogenannten Verkehrsknotenpunkt Hamburg. Der rangiert laut Rossmann auf Platz zwei der Dringlichkeitsliste im Verkehrsministerium. Ein Gutachten, das derzeit von einer schweizer Firma erstellt wird, soll nun zeigen, welche Maßnahmen für eine Verbesserung des Schienenverkehrs in der Region sorgen können. BI-Mitglied Erhard Wasmann, der auch für die CDU im Pinneberger Kreistag sitzt, betont: „Egal ob das dritte Gleis oder ein vierter Bahnsteig in Elmshorn, alles kommt auf der Prüfstand.“ Sollten die Gutachter zu dem Schluss kommen, dass Maßnahmen im Kreis Pinneberg erforderlich seien, müsse der Bund handeln, so Wasmann.

Das sieht auch Rossmann so. Der Bundestagsabgeordnete richtet den Blick allerdings auch nach Brunsbüttel. Dort sei der Ausbau des Chemcoast-Parks geplant, was für deutlich mehr Güterverkehr auf der Schiene sorgen würde. Und das müsse im Ministerium berücksichtigt werden, so Rossmann. Zumal die Bahnstrecke ab Itzehoe lediglich einspurig sei, wie SPD-Landtagsmitglied Raudies erläutert. „Man muss mit den Steinburgern ins Gespräch kommen“, so Raudies.

Einig waren sich die Beteiligten darüber, dass die Zahl der Pendler weiter steigen werde und der Schienen-Nahverkehr entsprechend ausgebaut werden müsse. Für ihren stetigen Einsatz lobten Rossmann und Raudies die BI-Mitglieder. „Sie haben enorm viel erreicht“, sagte Raudies. Und Rossmann fasste die jüngsten Erfolge zusammen: 13 neue Verbindungen sowie den sogenannten Hüllmann-Express, der um 7.20 Uhr in Tornesch startet, gibt es − spätestens mit dem neuen Fahrplan im Dezember.


Fahrgäste sollen nicht stehen müssen


Doch die BI sieht sich noch lange nicht am Ziel. „Wir wollen nochmal drei oder vier zusätzliche Züge in den Nebenzeiten“, betont Wasmann. Zudem dürfe es am Tornescher Bahnhof grundsätzlich maximal 20 Minuten Wartezeit geben. Auch weitere Qualitätsverbesserungen wünscht sich die BI. Sprich: Die Fahrgäste sollen nicht mehr stehen müssen. Eine Verlängerung des Bahnsteigs in Richtung Itzehoe sowie die Möglichkeit, am Ticketautomaten in Tornesch wieder für sämtliche Ziele in Deutschland Fahrkarten kaufen zu können, sind weitere Punkte, auf der BI-Agenda.

Jüngst war in Tornesch zudem der Wunsch aufgekommen, die HVV-Tarifzone zu verschieben. Einen entsprechenden Antrag hatte der Umweltausschuss einstimmig verabschiedet. Ziel ist die Eingruppierung der 13  000-Einwohner-Stadt in die Tarifringe AB. Derzeit verläuft die Grenze hinter Prisdorf. „Eine Verschiebung der Grenze wäre ein Anreiz dafür, mehr Verkehr auf die Schiene zu bringen“, sagt Wasmann.

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