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Uetersener Nachrichten

18. August 2017 | 03:42 Uhr

Neue Heimat für ein Amtsgeschenk

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Es ist eben die mitfühlende und freundliche Art von Heidi Johnke gewesen, die Kinder und Jugendliche aus den beiden H-Dörfern gern in ihre Kunstkurse gehen ließ. Von 1992 bis 2002 war ihre Malschule eine Institution in der Marsch, die der „Naiven Malerei“ verpflichtet war.

Und ihre Schüler haben bleibende Spuren hinterlassen, die nun wieder zu bewundern sind. Seit Kurzem hängt im Eingangsbereich des Bürgerbüros Haseldorfer Marsch ein Bild, deren Geschichte 1993 begann. Denn damals wurde das Rotklinkergebäude des Amtes Haseldorf an der Straße Kamperrege eröffnet, in dem heute die Raiffeisenbank Elbmarsch eine Filiale hat. Zum Start in den neuen Räumen schufen die Malschüler ein Bild, „Komposition Haseldorf“ genannt.

An der Entstehung wirkten mit Elfi Jürgs, Mareike Jürgs, Nadine Jürgs, Juliette Maggu, Janine Schuldt, Verena Schygulla, Annika Tech, Katharina Braun, Sabrina Jürgs, Felix Karte, Bea Kramer, Arne Preuß und Stefanie Schölermann, wobei hier die damaligen Namen aufgelistet sind. Man begann mit klärenden Vorgesprächen. Wie und was soll gemalt werden? Die Kinder und Jugendliche einigten sich auf ein Gemeinschaftswerk.

Jeder sollte einen Teil schaffen. Ideen wurden gesammelt und erste Skizzen gemacht. Auf dem Bild findet sich etwa die Kirche, der Burggraben, die ehemalige Mühle, Trecker, Heu, ein Storchennest, Ziegen und eine Hochzeitsgesellschaft. Jeder Malschüler übernahm einen Teil des Gemäldes. Am 12. September 1993 wurde die Arbeit an den früheren Haseldorfer Bürgermeister und Amtsvorsteher Heinz Lüchau übergeben.

Doch mit dem Ende der Amtsverwaltung und der Übergabe der Arbeit an das Uetersener Rathaus Anfang 2007 musste das Bild abgehängt werden. Der weitere Weg des Gemäldes liegt im Dunkeln. Jedenfalls fragten sich vor Kurzem ehemalige Schüler von Heidi Johnke bei einem Treffen, wo Komposition Haseldorf geblieben sei. Eine erste Antwort gab es 2013. Da fand es sich im Haseldorfer Kindergarten wieder. Lüchau hatte es dort hingebracht.

Auf Nachfrage von Heidi Johnke erklärten die Erzieherinnen, dass sie nichts dagegen hätten, wenn es an einem anderen, mehr der Öffentlichkeit zugänglichem Platz aufgehängt wird. Die Mallehrerin nahm Kontakt mit dem Haseldorfer Bürgermeister Uwe Schölermann und dem Amtsvorsteher Rolf Herrmann auf. Das Bürgerbüro wurde als passender Platz ausgeguckt.

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erstellt am 17.Mär.2015 | 21:23 Uhr

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