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Uetersener Nachrichten

26. Juli 2017 | 00:51 Uhr

Neuanfang für Tornescher Grünen?

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Personalmangel bei den Grünen hält an Vorbereitung auf Kommunalwahl / Fusion mit Ortsverband Uetersen im Gespräch

. Bei der Kommunalwahl 2018 in Tornesch wieder zur Wahl stellen können sich die Grünen nur, wenn sich genügend engagierte Bürger finden, die Mandatsträger werden möchten. Eine Fusion mit dem Ortsverband Uetersen ist im Gespräch, denn dann bräuchte es keine aktiven Vorstandsmitglieder in Tornesch.

Das Potential für Bündnis 90/Die Grünen in Tornesch schätzt Georg Janßen (Foto), Vorsitzender des Ortsverbands, ziemlich hoch ein, nämlich bei rund 20 Prozent. Das entspricht dem Wahlergebnis von 2008. Auch bei der letzten Kommunalwahl in 2013 räumten die Prognosen den Grünen gute Chancen ein, jedoch konnten sie aus Personalmangel nicht antreten.

„Die Grünen in Tornesch zu reaktivieren, das ist unser ganz großes Herzensanliegen“, so Jens Ewald (Foto), Beisitzer im Kreisvorstand. Doch derzeit fehlt es erneut an ausreichend Personal. Der Ortsverband zählt momentan 12 Mitglieder. „Sie brauchen aber bis zu 15 Leute auf der Liste, um die Wahlkreise zu bestücken. Auf den ersten zehn Plätzen müssen Menschen stehen, die ernsthaft in die parlamentarische Arbeit gehen wollen“, erläutert Janßen vom Ortsverband Tornesch. Ein Wahlergebnis von 20 Prozent würde fünf Sitzen in der Ratsversammlung entsprechen. Dazu ist eine Reserve nötig.

Unter den 12 Mitgliedern, die die Tornescher Grünen derzeit haben, sind aber auch einige „Alteingesessene“, so Janßen, die bereits bis zu 20 Jahre in lokalpolitischen Gremien aktiv waren und nicht mehr antreten werden. Janßen hofft daher, dass sich mehr Mitstreiter melden, „die kontinuierlich grüne realpolitische Arbeit leisten möchten“.


Mandatsträger müssten fünf Jahre mitwirken


Ein Mandatsträger müsste fünf Jahre lang in der Ratsversammlung und in Fachausschüssen mitwirken. Auf einer Mitgliederversammlung des Ortsverbands, die demnächst einberufen werden soll, ist eine Bestandsaufnahme geplant darüber, wie viele an aktiver politischer Mitarbeit Interessierte der Ortsverband eigentlich hat.


Vorstand schlägt Fusion mit Grünen in Uetersen vor


Damit die ohnehin kleine Ortsgruppe nicht auch noch einen eigenen Vorstand stemmen muss, hat der Verband Uetersen eine Fusion vorgeschlagen. Unter dem Dachvorstand der Uetersener, zu dem auch Heidgraben gehört, könnte personelle Hilfe gen Tornesch fließen. „Wir haben ja genug Leute“, sagt Ewald, der neben seiner Tätigkeit im Kreisverband auch Uetersener Sprecher ist.

Die Parteifreunde aus der Rosenstadt könnten in Tornesch Mitgliederwerbung betreiben und zudem beim nun anstehenden Bundestagswahlkampf helfen. Fraktionsmitglieder stellen dürften die Grünen aus der Nachbarstadt jedoch nicht: „Diese müssen aus Tornesch kommen“, erklärt Ewald.

Noch hofft Janßen jedoch darauf, selbst wieder einen funktionsfähigen Ortsverband aufstellen zu können. Wer Interesse an einer Mitgliedschaft bei Bündnis 90/Die Grünen hat, kann sich unter georg.janssen@gruene-tornesch.de oder beim Kreisverband melden. Kontakt unter www.gruene-pi.de.

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