Beschluss im Umweltausschuss : Naturschutz im Esinger Moor

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Seit mehr als 20 Jahren kauft die Stadt im Esinger Moor Flächen aus Naturschutzgründen auf. So sind im Norden des Stadtgebietes inzwischen 17 Hektar Land, wenn auch nicht vollständig zusammenhängend, erworben worden.

shz.de von
25. Oktober 2012, 21:23 Uhr

„Wir haben nun untersuchen lassen, was die Stadt im Sinne des Moorschutzes aus diesen Flächen machen kann“, teilte Rainer Lutz von der Stabstelle Umwelt und Wirtschaftskoordination den Umweltpolitikern mit.

Er hatte zur jüngsten Sitzung des Umweltausschusses die Diplom-Ingenieure Holger Mordhorst und Gerrit Werhahn vom Planungsbüro Mordhorst-Bretschneider aus Nortorf bei Neumünster eingeladen. Die beiden Fachleute erläuterten, inwieweit Moorboden auf den untersuchten Flächen nördlich der Heimstättenstraße und des Grenzweges sowie in den südlich gelegenen Flächen am Marschdamm und Loheisterweg vorhanden ist und wie es mit der Moorvegetation bestellt ist. Auch das Wasser-Grabensystem wurde begutachtet. Und festgestellt wurde, dass auf den Flächen am Grenzweg ein noch hoher „Moorwert“ zu verzeichnen ist, das Grabensystem aber eine geringe Qualität aufweist. Dort könnte allerdings wieder ein geschlossener Moorkomplex geschaffen werden, so Holger Mordhorst. Südlich des Loheisterweges sollten die Grünlandbrachen erhalten und die Entwicklung zu einem Moorwald verfolgt werden, so die Anregung der Experten. Diese Flächen könnten auch als Ausgleichsflächen für Eingriffe in die Natur genutzt und dem Öko-Konto der Stadt zugeschlagen werden, waren sich die Experten und auch Verwaltungsmitarbeiter Rainer Lutz einig. Die Politiker interessierten natürlich die Kosten.

Das Land habe ein Moorschutzprogramm aufgelegt, so Holger Mordhorst. Aus Mitteln dieses Programms, das allerdings nur noch bis 2013 läuft, könnten bei entsprechender Anerkennung die Maßnahmen finanziell abgedeckt und auch weitere Flächen für den Moorkomplex angekauft werden. Holger Mordhorst schlug vor, die Tornescher Moorschutzmaßnahmen im nördlichen Stadtgebiet mit den Maßnahmen, die im Liether Moor getroffen werden, zu verknüpfen.

Die Politiker fassten einstimmig den Beschluss, die Moorflächen im nördlichen Stadtgebiet (nördlich der Heimstättenstraße und des Grenzweges) für das Moorschutzprogramm des Landes anzumelden und die Flächen im südlichen Teil des Esinger Moores (Marschdamm, Loheisterweg) als Ausgleichsflächen für das Öko-Konto der Stadt zu entwickeln. Im Haushaltsentwurf 2013 sind dafür 20000 Euro vorgesehen.

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