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Uetersener Nachrichten

18. November 2017 | 05:51 Uhr

Naturkleinod gemeinsam erleben

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Führung durch die Liether Kalkgrube Achtklässler der Klaus-Groth-Schule hatten Menschen mit Behinderungen zu Gast

shz.de von
erstellt am 25.Mai.2016 | 15:53 Uhr

Liebevoll setzten die Jugendlichen der Klasse 8c der Klaus-Groth-Schule ihre Idee um, Menschen mit Behinderungen die Liether Kalkgrube und deren Besonderheiten in der Gesteins-, Pflanzen- und Tierwelt zu zeigen. Sie begrüßten nach Schulschluss 15 Besucher der Freitagsgruppe des Elmshorner Georg-Hansen-Hauses, fünf Betreuungskräfte sowie die Leiterin der Freizeitförder- und Begegnungsstätte für Menschen mit Behinderungen Dörte Hein zu einer Exkursion durch das Naturkleinod.

Damit sich die Gäste wohlfühlen, Informationen erhalten, die sie verstehen und sich gerne an ihren Ausflug in die Liether Kalkgrube und die Begegnung mit den Klaus-Groth-Schülern erinnern, hatten die Jugendlichen viel Mühe in die Vorbereitung gesteckt.


Geologe hilft bei der Vorbereitung


Mit ihrer Lehrerin und Leiterin der Natur-Arbeitsgemeinschaft Dr. Karen Strenge und dem Geologen Thomas Voss, einem Mitglied der Arbeitsgemeinschaft zur Erhaltung von Kulturgut, bereiteten sie die Führung vor. Thomas Voss gehört dem Arbeitskreis der Kulturgemeinschaft an, der die Liether Kalkgrube betreut und mit der Klaus-Groth-Schule eine Patenschaft unterhält.

Aus den komplexen Informationen zur Gesteinswelt, Flora und Fauna des Naturschutzgebiets und Nationalen Geotops entwickelten die acht Jugendlichen eine Führung mit Erläuterungen in einfacher Sprache, komplettiert durch fünf anschauliche Mitmachexperimente.

Um zu sehen, ob das Konzept aufgeht, hatten die Jugendlichen der Klasse 8c wenige Tage zuvor Mädchen und Jungen der Klasse 5c als „Probelauf“ durch die Kalkgrube geführt. Doch nicht nur über das Konzept machten sich die Achtklässler Gedanken. Sie gestalteten im Kunstunterricht für jeden Besucher aus dem Georg-Hansen-Haus Namensschilder. Damit begrüßten sie ihre Gäste, gaben sie ihnen als Erinnerung an den Tag mit nach Hause und bereiteten ein Buffet mit selbst gebackenem Kuchen vor.

Zweieinhalb Stunden waren die acht Jugendlichen aus der Klasse 8c, eine mitgekommene Ersthelferin aus der Klasse 8g und Lehrerin Karen Stenge mit den 15 Menschen mit Behinderungen und ihren Betreuern zusammen. Gruppenweise und im Wechsel wurde mit Becherlupen, Keschern und Bestimmungsbüchern das Naturkleinod erkundet, ein Informationsausflug über den oberen Rundweg unternommen beziehungsweise mit Wasser, Sand und Salz experimentiert.

„Die Gäste haben aktiv und mit viel Interesse mitgewirkt. Dörte Hein war begeistert, wie gut die Schüler alles erklärt haben und wie einfühlsam es ihnen gelungen ist, das Interesse der Gäste die ganze Zeit über zu wecken“, betont Lehrerin Karen Strenge.

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