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Uetersener Nachrichten

22. August 2017 | 13:34 Uhr

Ausbildung : Naturführer blasen zur Baumjagd

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

„Alte Bäume stellen einen besonderen Natur- und Kulturschatz dar“, erklärt Norbert Voigt vom Schleswig-Holsteinischen Heimatbund (SHHB). Diese Exemplare zu suchen, zu finden und zu dokumentieren, ist Ziel des bundesweiten Projekts „Baumjagd“. Im Land zwischen den Meeren haben sich der SHHB, das Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume und die Stiftung Naturschutz zusammen getan, um die alten Bäume ins Bewusstsein der Menschen zu rücken. „Bingo – die Umweltlotterie“ fördert das Projekt

Als Initialzündung für die Unterelberegion war ein Seminar in Haseldorf gedacht. Der Landschafts- und Naturführer Norbert Jaedicke aus Holm hat sich der Organisation der hiesigen Baumjagd angenommen. Als Training für die diesjährigen Baumforschertouren begab sich Voigt zusammen mit Mitgliedern des Vereins der zertifizierten Natur- und Landschaftsführer und dem Elbmarschenhaus-Team auf eine praktische Erkundungs- und Erlebnistour in die Welt der Bäume. Hierbei werden Techniken, Baumerlebnisse und Spiele vorgestellt und erprobt. Als hervorragendes „Schulungsgebiet“ erwies sich der Haseldorfer Schloßpark. Mit dieser Ausbildung sollen Natur- und Landschaftsforscher in den Stand versetzt werden, eigene Baumjagden zu organisieren. Sie gelten als Multiplikatoren. Die alten Gehölze aufzuspüren, kann sich jeder zur Aufgabe machen. Erwachsene und Schüler, Gruppen und Einzelpersonen können sich dieser Aufgabe annehmen. Die Initiatoren hoffen, dass an Schulen eigene Baumforscherstationen entstehen.

Vor allem imposante, einzeln in der Landschaft stehende Bäume werden gesucht. Ist ein Stamm entdeckt, gilt es ihn zu untersuchen. Der Umfang muss mindestens einen Meter betragen. Fundort und Baumart sind zu notieren. Handelt es sich um einen oder mehrere Stämme? Tipps zur Bestimmung sind auf der Internetseite der Baumjagd zu finden. Dort sollen die Ergebnisse auch eingetragen werden. Es dürfte damit nach und nach eine ganze eigene Landkarte Schleswig-Holsteins entstehen.

Der weltweit älteste Baum steht übrigens in den USA, ist eine Bristleconkiefer, die die Menschen „Methusalem“ tauften und wächst dort seit circa 4700 Jahren. Eine knorrige Eibe, die im Allgäu steht, ist das älteste Exemplar Deutschlands. Sie ist über 2000 Jahre alt. u www.baumjagd.de

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erstellt am 12.Apr.2012 | 20:55 Uhr

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