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Naturerlebnisraum : Natur für alle erlebbar machen

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Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Etwas Gutes noch ein bisschen besser machen. Das hat sich eine Gruppe vorgenommen, die aus Naturschützern, Tourismusförderern und Mitarbeitern von Behinderteneinrichtungen besteht. „Naturerlebnisräume“ nehmen sie sich vor und untersuchen, ob auch behinderte Menschen sich dort gut informieren können. Ihnen einen besseren Zugang zum öffentlichen Leben zu ermöglichen, ist das Ziel.

shz.de von
erstellt am 26.Aug.2013 | 21:32 Uhr

Die Federführung hat die Stiftung Hamburger Arbeiter-Kolonie vom Appener Schäferhof. Die „Stiftung Mensch“, vormals „Aktion Sorgenkind“, unterstützt die Untersuchung finanziell. Kooperationspartner der Untersuchung sind das Elbmarschenhaus, der Verein „Tourismus in der Marsch“, die Lebenshilfe Südholstein, die Kulturgemeinschaft Tornesch mit der Liether Kalkgrube sowie der Nabu und der Abwasserzweckverband als Betreiber des Wassererlebnisbereiches in Hetlingen. In der Nähe des Klärwerkes traf man sich nun zu einer Begehung. „Es geht darum, erst einmal die Naturerlebnisräume zu analysieren“, erklärt Almut Roos, Tourismusmanagerin im Elbmarschenhaus. Auf der einen Seite des Wasserpfades ist der Weg stark abschüssig und nur für Menschen begehbar, die gut zu Fuß sind. Der steinige Weg auf der anderen Seite ist für Rollstuhlfahrer und Menschen mit einem Gehwagen zu bewältigen, wenn sie etwas Unterstützung haben.

„Ein Naturerlebnispfad muss ein Naturerlebnispfad bleiben“, steht für Hans Ewers vom Nabu fest. Für ihn ist es wichtig, behinderten Menschen Hilfe bei der Bewältigung des Weges zu bieten. Für Dörte Hein von der Lebenshilfe Südholstein wäre es auch wichtig, Parkbänke zu schaffen, auf denen die Besucher ausruhen können. Handlungsbedarf sieht die Gruppe auch bei den Ausschilderungen der Naturerlebnisräume. „Die Info-Tafeln sollten zukünftig einfacher gestaltet und getextet werden, damit auch Menschen mit geistiger Behinderung sie verstehen können“, so Rainer Adomat vom Gut Schäferhof.

Im Frühjahr begann die Arbeit der Gruppe. Bis zum Ende des Jahres sollen Ergebnisse erarbeitet werden, die ab Anfang 2014 in der zweiten Phase und wieder mit Unterstützung der Aktion Mensch umgesetzt werden.

Die „Aktion Mensch“ bezuschusst den ersten Teil des Inklusionsprojekts „Natur für alle“ mit 12600 Euro. Möglich machen dies etwa 4,6 Millionen Menschen, die sich regelmäßig an der Aktion Mensch-Lotterie beteiligen. Gemeinnützige Organisationen, die eigene Ideen und Projekte umsetzen möchten, können von der Organisation unterstützt werden. www.aktion-mensch.de/foerderung

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