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Uetersener Nachrichten

20. Oktober 2017 | 11:22 Uhr

Gespräch : Nah dran an kommunalen Themen

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Als ergebnisreiches und anregendes Gespräch bewertete der SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Ernst Dieter Rossmann seinen Gedankenaustausch mit Bürgermeister Roland Krügel (CDU), der SPD-Fraktionsvorsitzenden Verena Fischer-Neumann und dem Vorsitzenden des SPD-Ortsvereins Manfred Mörker zu verschiedenen Tornesch-Themen.

shz.de von
erstellt am 19.Jan.2016 | 19:50 Uhr

Zu Beginn eines Jahres nach Tornesch zu kommen und sich über die in der Kommune anstehenden Vorhaben oder auch Probleme zu informieren, hat bei dem SPD-Politiker Tradition. Er führte die Gespräche 1987 als Landtagsabgeordneter ein. Und auch diesmal nahm er interessiert auf, wo in Tornesch Erfolge zu verzeichnen sind oder wo es hakt. Wie in vielen Jahren zuvor gehörten die Bahnanbindung und die geplante K22 zu den erörterten Themen. „Ich freue mich, dass die Stadt dank Beharrlichkeit, einer pfiffigen Bürgerinitiative und einem Kreis-Pinneberger SPD-Verkehrsminister wieder mehr Zughalte erreicht hat. Der Konzeptansatz für eine bessere Bahnanbindung ist aber seit Jahren auch mit dem Namen Krügel und mit der SPD verbunden. Unsere Forderung nach RE-Halten in Tornesch bleibt bestehen. Es gibt viele gute Argumente dafür, gerade vor dem Hintergrund der Großbaustelle A7“, betonte der SPD-Bundestagsabgeordnete.

Das Thema K22 sei jedoch ein noch „dickeres Brett“, stellte er fest. Denn noch immer ist mit der Deutschen Bahn AG strittig, ob der Bahntunnel in Esingen für die vorhandenen zwei Gleise oder für drei Gleise geplant werden soll. Weil der Bau eines dritten Gleises nicht im Bundesverkehrswegeplan steht, will die Deutsche Bahn AG ein drittes Gleis nicht finanzieren. Ernst Dieter Rossmann bezeichnete die Haltung der Bahn als „wenig vorausschauend“ und bot an, bei Bahnvorstand Ronald Pofalla, dem ehemaligen CDU-Kanzleramtsminister, mit dem Thema vorstellig zu werden. Auch die von Tornesch zu bewältigenden Aufgaben bei der aktuell nicht ausreichenden Versorgung von Drei- bis Sechsjährigen mit KiTa-Plätzen und der Integration von Flüchtlingen gehörten zu den Gesprächsthemen.

Ernst Dieter Rossmann erfuhr, dass mit dem nächsten Schulhalbjahr in Tornesch zwei DAZ-Klassen (Deutsch als Fremdsprache) eingerichtet und örtliche Firmen für Praktikumsplätze und Arbeitsmöglichkeiten für Flüchtlinge mit ins Boot geholt werden. Die Gesprächsspartner waren sich einig, dass am Mindestlohn und Standards nicht gerüttelt werden dürfe, aber Flexibilität gefragt sei und für die sprachliche Integration genügend Fachpersonal zur Verfügung stehen müsse.

Der SPD-Bundestagsabgeordnete verwies auf Bund-Länderpakete bei der Finanzierung von Integration und auf das Sonderprogramm „Bundesfreiwilligendienst mit Flüchtlingsbezug“, das auch im Kreis Pinneberg 30 Vereinbarungen mit Flüchtlingsbezug pro Jahr bis 2018 ermöglicht.

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