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Projekt : Nachtbus: Zahl der Befürworter wächst

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Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Offenbar stehen die Chancen für einen Nachtbus, der an den Wochenenden die Städte Wedel und Uetersen verbinden soll, nicht schlecht. Die Zustimmung zu dem von drei Schülerinnen der Gebrüder-Humboldt-Schule in Wedel initiierten Projekt (UeNa berichteten) ist inzwischen groß. Morgen Abend werden sich nun auch die Moorreger Gemeindevertreter mit dem Thema beschäftigen.

Die Haseldorferin Melanie Peters und ihre beiden Wedeler Mitschülerinnen Gina Hartmann und Caroline Schöbel suchten für ein Unterrichtsprojekt nach Möglichkeiten einer Standortverbesserung für die Haseldorfer Marsch und untersuchten in diesem Zusammenhang die Anbindung der Kommunen. Ihr Fazit: Es fehlt nachts an Angeboten, mit öffentlichen Verkehrsmitteln von Wedel über Holm, Hetlingen, Haseldorf, Haselau, Moorrege und Heist nach Uetersen zu kommen. Es ist die Linie, die in den 1990er Jahren schon einmal abgedeckt wurde. Der sogenannte Disco-Bus wurde allerdings später wegen Unrentabilität eingestellt. Das soll nicht wieder passieren. Also sammelten die Schülerinnen 800 Unterschriften von Befürwortern, fanden sogar fast 200 Bürger, die sich vorstellen können, den Nachtbus regelmäßig zu nutzen. Und sie fanden prominente Unterstützer wie etwa den SPD-Landtagsabgeordneten Thomas Hölck. „So eine Verbindung dürfte auch für Erwachsene interessant sein, die zum Beispiel nach einem Theaterbesuch in Hamburg zurück wollen“, sagte er.

Geht es nach den Initiatorinnen, sollten künftig in den Nächten auf Sonnabend und Sonntag jeweils zwei Busse fahren: einer gegen 24 Uhr, einer gegen 3 Uhr. Das hält auch Hölck für eine gute Regelung.

Moorreges SPD-Fraktionschef Dirk Behnisch teilt diese Einschätzung. Er lobte das Engagement der Schülerinnen: „Sie haben aus einer tollen Idee ein blitzsauberes Projekt gemacht“, sagte er. Morgen Abend wird er sich im Moorreger Gemeinderat für zwei Verbindungen pro Nacht einsetzen. Die Chancen stehen gut, aus dem Finanzausschuss gibt es bereits ein positives Signal.

Grundsätzliche Zustimmung kommt auch aus Haselau. „Der Sozialausschuss hat einer Beteiligung der Gemeinde mit bis zu 2000 Euro pro Jahr zugestimmt“, sagte Bürgermeister Rolf Herrmann (kl. Foto: cel). Die vier zusätzlichen Busse in zwei Nächten würden pro Jahr 25000 Euro kosten. Das Geld müssen die Kommunen und mögliche Sponsoren aufbringen. Geplant ist zunächst ein einjähriger Probebetrieb.

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erstellt am 22.Sep.2015 | 21:09 Uhr

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