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Uetersener Nachrichten

24. November 2017 | 14:17 Uhr

Zusammenhalt : Nachricht für den kranken Freund

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Wie anrührend ist das denn! Vor dem Heimspiel am Sonnabend gegen SV Walddörfer hat Moorreges 1. C-Jugend ein großes Plakat mit einer Nachricht für einen guten Freund im Stadion An’n Himmelsbarg aufgehängt. „Wir kämpfen für Philip“, stand darauf.

shz.de von
erstellt am 06.Apr.2014 | 18:07 Uhr

Philip – das ist der 14-Jährige, der am vergangenen Donnerstag beim Überqueren der Pinneberger Chaussee von einem Auto erfasst und schwer verletzt wurde. Inzwischen geht es ihm deutlich besser, er hat bereits erste Bilder von sich gepostet. Seine Teamkollegen allerdings hat das Unglück betroffen gemacht, die Nachricht verbreitete sich via WhatsApp in Windeseile unter allen 20 Kickern, Betreuern und Trainer Sven Lötzsch.

Philip lebt mit seiner Familie in Tornesch, aber der Fußball verbindet den Schüler mit Moorrege. Seit einem Jahr ist er Teil der Mannschaft, spielt auf den Positionen eines Verteidigers und eines Stürmers, ist außerdem Ersatz-Torwart. Ein Allrounder also! „Dieses Team ist richtig gut drauf. Und Philip passt da perfekt rein“, sagte Betreuer Stefan Puttmann. Er habe Humor, sei konzentriert und besitze die Fähigkeit, sich schnell zu integrieren.

Was die Mannschaft ausmacht, ist vor allem der Zusammenhalt. Aber auch sportlich sind die Jungs große Klasse: In ihrer Gruppe sind sie nach fünf Spielen ungeschlagene Tabellenführer, siegten auch am Sonnabend klar mit 10:2 Toren gegen die Gäste aus Hamburg. Balsam für die Seelen der Jugendlichen, denen Philip nicht nur als Fußballspieler, sondern auch als Freund fehlt.

Um das Plakat rechtzeitig zum Anpfiff am Sonnabend im Stadion hängen zu haben, trafen sich die C-Jugend-Spieler bereits um 9 Uhr, eine Stunde früher als sonst, bemalten es, unterschrieben und befestigten es schließlich so, dass jeder Zuschauer es gut im Blick haben konnte. Und über der Ersatzbank der Gastgeber baumelte Philips Trikot mit der Rückennummer 12.

Die Mannschaft hat also zweifellos alles gegeben. Nun liegt es an dem jungen Patienten, seinen Mitspielern einen großen Wunsch zu erfüllen: Er soll schnell wieder gesund werden und bald wieder auf dem Platz stehen. Die Chancen dafür stehen inzwischen wieder ziemlich gut, Philip hat viel Glück gehabt.

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