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Stadtwerke Uetersen : Nachfolge von Tietje ist völlig offen

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Die Bombe ist geplatzt. Am Sonnabend berichteten wir über den für viele überraschenden Rücktritt von Stadtwerke-Geschäftsführer Manfred Tietje. Viele offene Fragen tun sich jetzt auf: Was sagt der Aufsichtsrat? Wie geht es nun weiter? Wer wird Nachfolger des Geschäftsführers? Gibt es schon Namen? Die UeNa fragten Sabine Lankau, Chefin des Aufsichtsrates: „Ich bestätige, dass Herr Tietje den Vertrag des Geschäftsführers der Stadtwerke Uetersen zum 30. Juni gekündigt hat. Herr Tietje tritt bis dahin ab sofort seinen Resturlaub an“, so die Vorsitzende. Weiter sagte sie, dass die Mitglieder des Aufsichtsrates diese persönliche Entscheidung von Manfred Tietje respektierten, es werde darüber hinaus aber keine Stellungnahme dazu geben, da es sich um eine personelle Angelegenheit der Stadtwerke Uetersen GmbH handele, die nicht in die Öffentlichkeit gehöre. Dass er am Sonnabend den Weg über die Presse gesucht habe, sei seine Entscheidung.

Was ist los hinter den Kulissen? Gab’s Knatsch? Sabine Lankau ließ sich diesbezüglich nicht in die Karten schauen. Vielmehr blickt sie schon voraus. Vorerst werde Prokurist Olaf Deich die Geschäfte der Geschäftsführung wahrnehmen. Deich kommt aus Elmshorn, bekanntlich gibt es bei den Stadtwerken Uetersen zwei Gesellschafter, neben der Rosenstadt (51 Prozent) die Stadtwerke Elmshorn (49 Prozent). Sabine Lankau: „Für die Kunden werden sich keine Veränderungen ergeben. Wenn eine Entscheidung über die Zukunft der Geschäftsführung der Stadtwerke Uetersen im Aufsichtsrat getroffen ist, wird darüber informiert werden. Alle Kunden können sich weiterhin vertrauensvoll an die Geschäftsstelle wenden.“

Die Vorsitzende des Aufsichtsrats teilt zudem mit, dass alle bisher mit Manfred Tietje abgesprochenen Vereinbarungen über beispielsweise Sponsoring für Vereine, Verbände und Institutionen weiterhin gültig seien. Auch diesbezüglich helfe die Geschäftsstelle „Am Markt“ gerne jederzeit weiter.

Wer könnte die Nachfolge des zurückgetretenen Geschäftsführers antreten? Spekulieren ist immer erlaubt. Kompetenz besitzt zweifelsohne Ex-Bauausschussvorsitzender Günter Wehner. Auch Helmut Schwalm könnte die Führung der Stadtwerke übernehmen. Aber auch jeder weitere Uetersener Bürger mit fachlicher Eignung wäre vorstellbar. Wichtig ist nur, dass der Kandidat aus der Rosenstadt kommt, wird dadurch doch das Uetersener Selbstbewusstsein, die Bürger konzernunabhängig mit Strom und Gas beliefern zu wollen, unterstrichen. Mit einer Entscheidung der Gremien darf im Mai gerechnet werden.

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erstellt am 09.Mär.2015 | 21:56 Uhr

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