zur Navigation springen

Klosterkirche : Musikalischer Weihnachtsausklang

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Die Weihnachtszeit ist mit Silvester noch lange nicht beendet. Für das Christentum schließt sich der weihnachtliche Kreis erst am Epiphaniasfest, auch als Fest der „Heiligen drei Könige“ bekannt. Insofern dürfen Weihnachtslieder weiterhin gesungen werden, durchaus auch bis zum Sonntag nach Epiphanias.

shz.de von
erstellt am 03.Jan.2016 | 20:11 Uhr

Diese Tradition hat Johann Sebastian Bach (1685 - 1750) mit seinem Kantatenwerk „Weihnachtsoratorium“ aufgegriffen. Sechs Teile umfasst das gut dreistündige Musikstück. Es wurde für den 1. bis 3. Weihnachtsfeiertag, das Neujahrsfest, den 1. Sonntag nach Neujahr und für Epiphanias geschrieben.

Insofern folgte die evangelisch-lutherische Kantorei „Uetersen - Am Kloster“ gestern genau dieser Tradition, als sie, gemeinsam mit dem Elbipolis Barockorchester, die 5. Kantate mit dem mächtigen Eingangschor „Ehre sei Dir, Gott, gesungen“ in der Klosterkirche zur Aufführung brachte.

Doch für eine halbe Stunde Spielzeit mochte der Kantor das große Orchester aus Hamburg nicht anreisen lassen. Daher hatte sich Kneifel entschlossen, mit „seinem“ Chor ein weiteres Werk einzustudieren, Händels Messias (englisch: Messiah). Auch dieses Werk gliedert sich in mehrere Teile – mit unterschiedlichen Aussagen.

Während sich Teil 2 mit der Leidensgeschichte Christi und der dritte Teil mit Jesus als Erlöser befasst, widmet sich Händel im Teil 1 der Weihnachtsgeschichte, also der Geburt des Heilands. Und dieser Teil wurde gestern auch aufgeführt. In englischer Sprache, somit im Original. Es war das erste große Chor- und Orchesterwerk, das in diesem Jahr im Kirchenkreis aufgeführt worden ist. Damit wurde die Bedeutung des kirchenmusikalischen Zentrums unterstrichen. Diesen Status genießt die Kirche „Am Kloster“. Chor und Dirigent, Orchester und Solisten wurden diesem Anspruch wieder einmal mehr als nur gerecht.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert