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Schülermusikabend am Gymnasium : Musik mit Glanz und Gloria

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Jedes Jahr wieder und trotzdem lang herbeigesehnt von Publikum und Mitwirkenden: Der Schülermusikabend an der Ludwig Meyn Schule (LMG). Und es war ein Schülermusikabend mit Glanz und Gloria und doch wieder ganz neu und anders als die vorhergehenden.

Der Schülermusikabend wird in jedem Jahr von den Schülern ganz alleine gestaltet, ein aufwendiges Unternehmen, in dem nur Musiklehrer Hermann Raithel beratend zur Seite stand.

In der nahezu zum Bersten gefüllten Aula des ehrwürdigen Uetersener Gymnasiums erwartete das Publikum ein mit Höhepunkten geradezu gespicktes Programm. Dieses Mal etwas weniger Klassik, dafür viel Gesang, immer mehr musikambitionierte Schüler haben das Selbstvertrauen, sich auf der Bühne auch stimmlich zu präsentieren. Eine der Vorreiterinnen der Sänger ist Katharine Puff, die sich im Laufe der Jahre großartig entwickelt hat und jetzt mit beeindruckend voller und ausgereifter, ja nahezu „schwarzer“ Bluesstimme zu einer richtigen „Rockröhre“ geworden ist. Mit Hingabe lieferte das Trio Katharina Theune, Marie und Rene Hollers eine schöne und harmonische Version von James Blunts „Goodbye my Lover“ und die musikalischen Schmitt-Brüder Justus, Felix und Linus sangen zur Begleitung von Käthi Munzke, Klavier, Malvin Meven, Gitarre und Michel Pflaumbaum am Schlagzeug ein rasantes „Hey Schwester“ aus dem Musical „Sister Act“. Ganz große Klasse kam aus dem 13. Jahrgang und das nicht nur mit der gewaltigen Stimme von Marius Thieme. Dario Becker (leitet den Kinderchor „Heidgrabener Liedertäfelchen“) hatte neun musizierende Mitschüler zusammengetrommelt und für alle „Max“, ein Stück des charismatischen, letzten großen italienischen Sängers und Jazzers Paolo Conte, neu arrangiert. Und das war ganz feine Musik mit Gänsehautfaktor.

Die niedliche Karolin Sandleben, früher im Duett mit ihrem Bruder aufgetreten, hat sich den begabten Justus Schmitt – er rührte bei seinem ersten Auftritt im LMG alle Mütter zu Tränen – an die Seite geholt. Beide studieren neben der Schule bereits an der Musical Academy in Hamburg und zeigten jetzt mit einem Duett aus „Tarzan“, was sie dort gelernt haben. Aber auch die reinen Instrumentalisten warteten mit wahren Starqualitäten auf. Da war beispielsweise Tillmann Clasen, bereits als „Jugend musiziert“ Erster hoch dekoriert. Er zeigte mit einem schwierigen Stück von Telemann, dass die Blockflöte alles andere als ein langweiliges Anfängerinstrument sein kann. Und auch Bo Stockfleth zauberte auf seiner E-Bass-Gitarre ein Instrument mit Eigenkompositionen in den Vordergrund, das sonst eher ein Schattendasein im Hintergrund führt. Wie sehr sie sich weiterentwickelt haben, demonstrierten Jonathan Gorsolke mit ganz viel Einfühlungsvermögen am Flügel und Jan Hendrik Kirchner auf der Gitarre und Michelle Grote am Flügel. Ganz zum Schluss der fast schüchtern wirkende Jannick Platte, der Großes ahnen lässt: er plauderte furios in eigenen Arrangements am Klavier über „Jerry's Breakdown“.

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erstellt am 07.Nov.2011 | 20:17 Uhr

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