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Uetersener Nachrichten

22. November 2017 | 10:30 Uhr

Musik für den „Hüllmann-Express“

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Engagement Bürgerinitiative holt Sponsoren für kleines Fest zur Rückkehr des 7.20 Uhr-Zuges ins Boot und bleibt weiter am Ball

shz.de von
erstellt am 06.Jul.2017 | 16:00 Uhr

In den vergangenen drei Jahren hat die Bürgerinitiative (BI) „Dorfbahnhof? Nein Danke!“, die sich mittlerweile „Dorfbahnhof? Nein Danke!“ − Starke Schiene im Kreis Pinneberg“ nennt, durch beharrlichen Einsatz 19 zusätzliche Zughalte für Tornesch und somit die Pendler aus der gesamten Region erreicht. Vor allem der von Dezember 2015 bis Dezember 2016 montags bis freitags um 7.20 Uhr in Tornesch eingesetzte und im Volksmund nach der BI-Sprecherin Gisela Hüllmann mit „Hüllmann-Express“ bezeichnete Zug RB 61 der Nordbahn brachte für die Bahnnutzer in der Hauptverkehrszeit eine Verbesserung. Mit dem Fahrplanwechsel 2017 wird der Zug allerdings in Elmshorn eingesetzt und trifft oft überfüllt in Tornesch ein.

Gisela Hüllmann und ihre Mitstreiter haben diesen Zustand nicht akzeptiert, Gespräche mit dem ehemaligen Landesverkehrsminister Reinhard Meyer (SPD) und dem Geschäftsführer von Nah.SH Bernhard Wewers geführt, auf den Pendlerbedarf verwiesen und auf die Auswertung von Pendlerzahlen gehofft. „Der Bedarf für einen Frühzug mit Einsatz in Tornesch ist nachgewiesen und nun anerkannt“, freuen sich die zwölf BI-Mitglieder über die Entscheidung von Land und NAH.SH, den 7.20 Uhr-Zug ab dem 4. September wieder in Tornesch starten zu lassen.

Und das wollen die BI-Mitglieder am 4. September in der Zeit von 7 bis 8 Uhr mit Pendlern und weiteren Interessierten auf dem Bahnhofsvorplatz feiern. Die BI hat Firmen als Sponsoren für die Plakatgestaltung, für eine kleine Pendler-Wegzehrung und für eine musikalische Begrüßung des Zugs ins Boot geholt. „Wir freuen uns sehr über die bereits eingetroffene und zugesagte Unterstützung. Wir werden alle Sponsoren am 4. September an einer Tafel nennen“, kündigt Gerhard Quast, mit Gisela Hüllmann und Erhard Wasmann Sprecher der BI, an. Weitere Firmen, die als Sponsoren für mehr Zughalte in Tornesch tätig sein wollen, erreichen die BI unter Telefon (0  41  22)  5  15  25.

Doch nicht nur den 7.20 Uhr-Zug haben die BI-Mitglieder im Fokus. Wie Erhard Wasmann betont, werden sie auch Kontakt mit dem neuen Landesverkehrsminister Dr. Bernd Buchholz (FDP) aufnehmen, um die weiter bestehende Forderung der BI nach zwei Zugverbindungen in der Stunde von Tornesch nach Altona und zum Hauptbahnhof und zurück als mittelfristiges Ziel deutlich zu machen. „Kurzfristig fordern wir zum Fahrplanwechsel im Dezember ein Zugpaar in den Mittagsstunden und zwei Zugpaare in den Abendstunden mit Halt in Tornesch. Langfristig bleibt unsere Forderung nach dem dritten Gleis“, betont Wasmann. Auch mit dem Hamburger Staatsrat für Wirtschaft, Verkehr und Innovation, Andreas Rieckhoff, will die BI in Kontakt treten. „Nur mit Hamburg im Boot können Lösungen für den Schienenverkehr im Umland erreicht werden. Wir haben den Bau eines Überholgleises in Tornesch angeregt. Gerne würden wir mit den Planern sprechen.“

Einen DB-Fahrkartenautomaten nach Tornesch zu bekommen, bleibt für die BI aktuell unerfüllt. „Die Deutsche Bahn hat dies aus Wirtschaftlichkeitsgründen abgelehnt. Unser Wunsch an die Deutsche Bahn ist nun, dass das Reisebüro Sentek wieder DB-Agentur zum Verkauf von Fahrkarten ohne Aufschlag werden kann“, so Wasmann.

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