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Infektion in Uetersen : Mumpsalarm an der Rosenstadtschule

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Schüler ohne ausreichenden Impfschutz werden nach Hause geschickt. Die Krankheit ist vor allem auch für Erwachsene gefährlich.

shz.de von
erstellt am 12.Mai.2016 | 12:15 Uhr

Uetersen | So hat sich Gisela Leffers, seit kurzem kommissarische Leiterin an der Rosenstadtschule, ihren Einstieg nicht vorgestellt: Mumpsalarm an der Seminarstraße, nachdem sich eine Lehrerin mit dem Virus infiziert hatte und daran erkrankt war. Am Dienstag hatte Leffers Alarm geschlagen und das Gesundheitsamt des Kreises verständigt, gestern Morgen waren die ersten Experten vor Ort und überprüften den Impfstatus der Schüler. Ergebnis: 202 Schüler hatten Kontakt zu der Lehrerin, 31 davon besitzen nur einen unzureichenden Impfschutz oder konnten keinen Nachweis vorlegen − und mussten nach Hause gehen.

Bei Fragen steht das Gesundheitsamt des Kreises unter den Telefonnummern 04101-45023363 bis -3367 zur Verfügung

Das Gesundheitsamt warnt in einem Schreiben an Eltern und Erziehungsberechtigte vor der − für Ungeimpfte − sehr hohen Ansteckungsgefahr. 16 bis 18 Tage dauert die Inkubationszeit der meldepflichtigen Krankheit − also die Zeit, die zwischen Infektion mit einem Erreger und dem Auftreten der ersten Symptome vergeht. Bei Mumps sind das laut Gesundheitsamt allgemeine Mattigkeit, Abgeschlagenheit, Kopfschmerzen und leicht erhöhte Temperatur. Danach folgen Entzündungen und Schwellungen der Ohrspeicheldrüse sowie anderer Speicheldrüsen. Komplikationen seien möglich, heißt es. Insbesondere gelte das für Menschen, die im Erwachsenenalter an Mumps − umgangssprachlich auch Ziegenpeter genannt − erkranken.

Kreissprecher Oliver Carstens warnte entsprechend: „Mumps bei Erwachsenen ist nicht harmlos. Man muss die Erkrankung ernst nehmen, denn sie kann zu Dauerschädigungen führen.“ Doch ein Grund zur Panik bestehe nicht. „Das Gesundheitsamt und die Schule haben alles getan, um ein Ausbreiten zu verhindern.“ Ob sich Schüler infiziert haben, könne man jedoch erst nach Ablauf der Inkubationszeit sagen.

Carstens lobte im Gespräch mit dieser Zeitung die Mitarbeit der Schüler. „Sie waren sehr kooperativ und engagiert.“ Die meisten hätten ihren Impfpass schnell parat gehabt. Für die 31 betroffenen Schüler ist die Rosenstadtschule in den kommenden Tagen und Wochen nicht grundsätzlich Tabu. Wer bereits eine der zwei notwendigen Mumps-Impfungen erhalten hat und die zweite nun nachholt, kann den Unterricht wieder besuchen. Auch wer bereits erkrankt war und einen „serologischen Nachweis“  über seine Immunität erbringt, darf die Klassenräume wieder betreten.

Insbesondere für Schüler der zehnten Jahrgangsstufe sowie für Jungen und Mädchen, die sich derzeit auf den Hauptschulabschluss vorbereiten, bietet die Schule einen Notunterricht an. Sie sollen eine faire Chance haben, die Prüfungen zu bestehen. Ob auch Lehrer oder Schüler an den beiden anderen Uetersener Schulen − dem Ludwig-Meyn-Gymnasium und der Geschwister-Scholl-Schule − betroffen sind, war gestern noch unklar. Die Überprüfung, wer alles Kontakt zu der Lehrerin hatte, laufe noch, teilte Carstens mit.

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