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Uena-Leserservice : Mütterrente: Viele Fragen – jetzt gibt es auch Antworten

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Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Die Große Koalition hat die Erhöhung der „Mütterrente“ beschlossen, also die Anrechnung eines Rentenpunkts pro Kind, wenn dieses vor 1992 geboren wurde. In Westdeutschland wäre das eine Anhebung von etwa 28 Euro im Monat, im Osten um 26 Euro. „Bereits seit Mitte August erhalten alle von der Mütterrente betroffenen Rentner einen Bescheid über die Erhöhung ihrer Rente. Der Versand soll bis Ende des Jahres abgeschlossen werden. Einen Antrag muss man dazu nicht stellen“, erklärt Dirk Manthey, Rentenexperte bei der Deutschen Rentenversicherung Bund. Auch Frauen, die bereits Rente vor dem 1. Juli 2014 bezogen haben, würden die Mütterrente automatisch für ihre vor 1992 geborenen Kinder erhalten und ebenfalls bis Ende des Jahres den entsprechenden Bescheid bekommen.

shz.de von
erstellt am 21.Okt.2014 | 21:32 Uhr

Auch wer keine gesetzliche Rente bezieht und sich die eingezahlten Rentenversicherungsbeiträge hat erstatten lassen, kann von der Mütterrente profitieren. „Um Mütterrente zu erhalten, muss dann aber ein Antrag bei der Rentenversicherung gestellt werden. Wer beispielsweise drei Kinder hat, die vor 1992 geboren sind, erhält insgesamt sechs Jahre an Kindererziehungszeiten gutgeschrieben. Damit ergebe sich ein Rentenanspruch auch für diese Frauen.

Eine Hinterbliebenenrente, so Manthey, könne sich durch die Mütterrente verringern, wenn die eigene Rente einen bestimmten Freibetrag übersteigt. „Ob dies der Fall ist, kann man dem Bescheid entnehmen, den man von seinem Rentenversicherungsträger bezüglich der Witwenrente erhalten wird“, sagt Manthey.

Die Mütterrente ist für Frauen quasi eine Bonuszahlung – ein existenzieller Schutz ist dagegen die Versicherung gegen Berufsunfähigkeit. Denn nach Statistiken der Deutschen Rentenversicherung Bund wird etwa jeder fünfte Angestellte und sogar jeder dritte Arbeiter in Deutschland im Laufe seines Arbeitslebens erwerbs- oder berufsunfähig und erreicht somit nicht einmal das gesetzliche Rentenalter. Vor allem im Hinblick auf die gesundheitliche Situation sei es ratsam, den Abschluss bereits in jungen Jahren anzustreben, raten Versicherungsexperten. Die festzulegende Rentenhöhe sollte dabei möglichst etwa 80 Prozent des letzten Nettoarbeitseinkommens abdecken. Wichtig sei es zudem, die Absicherung bis zum persönlich geplanten Eintritt in die Altersrente zu vereinbaren. Die Unterbrechungen der Erwerbstätigkeit und die Reduzierung der Arbeitsstunden seien die Hauptgründe, dass Frauen deutlich geringere Rentenansprüche erwerben und deshalb häufiger von Altersarmut bedroht sind. Für eine umfassende Absicherung sollten sich vor allem Frauen deshalb frühzeitig über eine private Altersvorsorge informieren, heißt es von Versichererseite.

service Hier gibt es Informationen

Uetersen (pl). Wer Fragen zur Mütterrente hat, findet Informationen auf „www.deutsche-rentenversicherung.de“ oder bei der kostenlosen Servicetelefonnummer 0800/100048055 (montags bis donnerstags von 9 bis 17 Uhr und freitags von 9 bis 14 Uhr) und in einem Chatprotokoll unter www.experten-im-chat.de/altersvorsorge –hier wurden bereits zahlreiche Fragen zum Thema beantwortet.

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