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Uetersener Nachrichten

20. November 2017 | 22:26 Uhr

Feuerwache : Mühsame Suche nach Lösungen

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Wie kommt man an Fördergelder für das neue Feuerwehrgerätehaus? Wie können die laufenden Kosten, besonders die Ausgaben für Energie so gering wie möglich gehalten werden? Dies waren die beiden zentralen Fragen, die sich die Gemeindevertreter während ihrer jüngsten Sitzung in der Gaststätte „Op de Deel“ stellten.

shz.de von
erstellt am 20.Dez.2011 | 21:00 Uhr

Denn das Projekt ist von ihnen auf 1,2 Millionen Euro gedeckelt worden. Und da mussten die Politiker gleich eine schlechte Neuigkeit von Architekt Jan Markmann schlucken. Für den Neubau sei eine Pfahlgründung nötig, erklärt er. Wie teuer die wird, konnte er nicht sagen. Auf bohrende Nachfragen der Politiker erklärte der Planer, dass die Mehrausgaben für die Pfahlgründung durch Einsparungen in anderen Bereichen ausgeglichen werden könnten. Die 1,2 Millionen Euro könnten vermutlich eingehalten werden.

Weiterhin ist eine auf den ersten Blick geniale Idee seit der jüngsten Gemeindevertretersitzung vom Tisch. Die Erdwärme sollte genutzt werden, um Energiekosten zu sparen. Zuschüsse wollten die Politiker für das Geothermie-Projekt von der „AktivRegion Pinneberger Marsch & Geest“ bekommen. Doch das landesweite Programm „Health Check“, das hierfür genutzt werden sollte, steckt noch in den Kinderschuhen. Es ist also möglich, aber nicht sicher, dass Fördergelder fließen. Außerdem rechnet sich die Geothermie nach Aussage der beauftragten Planer Katja Tewes und Thomas Butzlaff nicht. Sie errechneten Zusatzkosten von 61000 Euro. Die beiden Ingenieure hatten allerdings eine Alternative für die Politiker. Sie schlugen vor, nicht wie bisher geplant das Feuerwehrgerätehaus mit einer eigenen Gasheizung auszustatten. Stattdessen soll der Brenner erneuert werden, der Mehrzweckhalle, Schule, Kindergarten und Umkleidegebäude mit Wärme versorgt.

Die beiden aus dem Büro „Butzlaff + Tewes“ wollen dann die Feuerwache über diese neue Gasheizung befeuern. Zudem schlugen sie Gebäudedämmung über das bisher geplante Maß hinaus vor. So wollen die Planer Normen der Energieeinsparverordnung (EnEV) einhalten.

Die Ingenieure hatten allerdings keinerlei Zahlen dabei. Gut möglich, aber nicht sicher, dass der 1,2-Millionen-Euro-Rahmen damit gesprengt wird. Gleichzeitig dürfte die Gemeinde aber Energiekosten bei der Beheizung von Mehrzweckhalle, Schule, Kindergarten und Umkleidegebäude sparen. Unklar ist weiterhin, ob es Fördergelder gibt und woher sie kommen sollen.

Die Politiker beschlossen, dass die Architekten schnellstmöglich einen Bauantrag stellen sollen. Nach Auskunft von Markmann ist es für den Antrag nicht wichtig, ob man bei den bisherigen Heizplanungen bleibt oder die große, von Tewes + Butzlaff vorgeschlagene Lösung will.

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