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Uetersener Nachrichten

18. Dezember 2017 | 22:12 Uhr

Handball : „Müdigkeit war zu groß“

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Ihre ersten fünf Heimspiele in dieser Saison hatten die 1. Frauen des TuS Esingen allesamt gewonnen. Am Sonnabend „erwischte“ es sie jedoch, als sie dem Ahrensburger TSV mit 22:23 unterlagen. Die niederlagenreiche, vergangene Oberliga-Saison einmal außen vor gelassen, war dies in der Hamburg-Liga die erste Heimpleite seit dem 16. November 2013 (damals 19:20 gegen den FC St. Pauli). „Drei verworfene Siebenmeter waren dann doch zu viel“, lautete der erste Erklärungsansatz von Valko Scheele, dem Betreuer der TuS-Frauen. Deren Trainer Jan-Henning Himborn sagte: „Nach den vielen Spielen in den letzten Wochen war die Müdigkeit zu groß!“

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erstellt am 24.Nov.2015 | 21:21 Uhr

Die sehr robust und in der Abwehr oft auch unfair agierenden Ahrensburgerinnen erwischten den besseren Beginn. Dass in der vierten Minute erst ein 0:3 und dann ein 1:4 auf der Anzeigetafel stand, kommentierte Himborn wie folgt: „Unsere Abwehr war in der Anfangsphase quasi nicht vorhanden.“ Konnte Katharina Schmidt beim 2:4 einen Siebenmeter zumindest noch im Nachwurf verwandeln (5.), wurden später zwei Strafwürfe vergeben. „Vorne waren wir einfach nicht konzentriert genug“, haderte Himborn.

Zwischenzeitlich waren die Tornescherinnen gut dabei und gingen in der achten Minute mit dem vierten Tor in Folge auch erstmals in Führung (Julia Krügel/8.). Das 11:10 von Katharina Schmidt war dann in der 19. Minute aber nicht nur die zweite und letzte Esinger Führung, sondern für sagenhafte 16 (!) Minuten auch der letzte TuS-Treffer. Weil die Gäste in dieser Phase ihrerseits auch „nur“ sechsmal trafen, sprach Scheele von einem „Nichtangriffspakt“. Nach einem 11:15-Rückstand zur Pause brach Julia Krügel mit ihrem 12:16 in der 35. Minute endlich den unglaublichen „Tor-Bann“.

Zur nun notwendigen Aufholjagd konnte Jane Becker nichts mehr beitragen, weil sie mit einer Ellenbogenverletzung passen musste. Beim 20:21 von Carina Büchel waren die Esingerinnen plötzlich wieder in Schlagdistanz (57.). „In den entscheidenden Situationen fehlte uns aber leider neben der Konzentration auch das nötige Glück, um zum Ausgleich zu kommen oder selbst einmal in Führung zu gehen“, klagte Himborn, der jedoch auch etwas Positives erkannte: „In der zweiten Halbzeit haben wir uns in der Deckung deutlich gesteigert!“ Vivien Wiechens, die nach der Pause das TuS-Tor hütete, musste nur noch acht Gegentreffer hinnehmen, was am Ende eine 22:23-Niederlage bedeutete.

Himborn wollte mit seinem jungen Team „nicht zu hart ins Gericht gehen“, sondern stellte klar: „Wir wussten, dass es irgendwann so kommen wird ‒ jetzt müssen wir schnell regenerieren und die Köpfe freibekommen für die letzten Spiele vor der Winterpause!“

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