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Uetersener Nachrichten

21. Oktober 2017 | 02:03 Uhr

Hallenfußball : MSV auf Bronze-Rang

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Es muss eine Menge passieren, um Arne Frank, der beim Fußball eigentlich ein in sich ruhender Pol ist, aus der Ruhe zu bringen. Am Sonntag wähnte der Trainer aber seine 1. Herren des Moorreger SV ungerecht behandelt, als beim Hallenfußballturnier des SC Cosmos Wedel II um den „3. Schiefer-Cup“ im Halbfinale gegen den AC Malindi ein Siebenmeter, den MSV-Torwart Jan-Niklas Bohl pariert hatte, wiederholt wurde. Nach Beschwerden des Keepers und des Schützen von Malindi hatten die Schiedsrichter entschieden, dass Bohl zu weit vor seiner Torlinie stand.

shz.de von
erstellt am 09.Feb.2015 | 22:28 Uhr

„So etwas habe ich noch nie erlebt“, wetterte Frank, „das war ein mittig geschossener Kinder-Siebenmeter – dass der Schütze noch einmal schießen durfte, ist ein schlechter Witz!“ Im zweiten Anlauf traf Philip Tiede zum 1:0. Weil mit Christian Posern (Pfosten) und Philipp Zink (gehalten) zwei MSV-Schützen scheiterten und nur Björn Spriestersbach traf, schoss Malindi-Torwart Malte Blomberg sein Team mit einem verwandelten Siebenmeter zum 2:1-Sieg und ins Endspiel. „Dass wir das Finale verpasst haben, ist unsere eigene Schuld, weil wir zwei Siebenmeter vergeben haben“, so Frank, der sich aber nochmals über Schiedsrichter Erwin Klemme ärgerte, als dieser ihm, Stirn an Stirn gegenüberstehend, erklärte, Bohl habe bei der ersten Ausführung des Siebenmeters „fünf Meter vor seinem Tor gestanden“. Bohl kommentierte dies sarkastisch: „Da habe ich wohl aus dem Stand einen Fünf-Meter-Hechtsprung nach vorne gemacht ...“

Mit dem Auftritt seiner Moorreger in der Wedeler Rudolf-Breitscheid-Halle war Frank „absolut zufrieden“. Das konnte er auch sein, denn die Gruppenphase, in der die vier Teams in Hin- und Rückspiel jeweils zweimal aufeinandertrafen, schloss der MSV mit drei Siegen und einem Unentschieden als Zweiter ab. Einzig dem TSV Sparrieshoop II unterlagen die Moorreger zweimal mit 1:2. „Dreimal haben wir in der letzten Minute ein Gegentor kassiert“, berichtete Frank.

Diese Serie setzte sich im Halbfinale fort, als Hannes Westphal in der Schlussminute Malindi in Führung brachte. Nach energischer Vorarbeit von Björn Spriestersbach rettete Marvin Hoffmann seine Moorreger aber noch in das besagte Siebenmeterschießen. Auch das Spiel um den dritten Platz musste vom Siebenmeterpunkt aus entschieden werden, weil es gegen den Rissener SV II nach zehn Minuten 0:0 hieß. Beim Stand von 3:3 parierte Bohl einen Rissener Siebenmeter, dann gelang Lukas Nickels das 4:3. Weil der folgende Rissener Versuch am Pfosten landete, beendete der MSV das Turnier auf dem Bronze-Rang. „Nach Platz sechs im Vorjahr war das eine deutliche Steigerung“, zog Frank ein versöhnliches Fazit.

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