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Uetersener Nachrichten

17. Oktober 2017 | 22:47 Uhr

Morgens wie gerädert

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Enormes Interesse herrschte beim UeNa-Lesertelefon „Schlafstörungen“. Jetzt liegen die Antworten häufig gestellter Fragen vor. Auszugsweise werden diese nachfolgend veröffentlicht.

shz.de von
erstellt am 01.Mär.2013 | 21:50 Uhr

Frage: Ich habe aus heiterem Himmel massive Schlafprobleme bekommen. Wie komme ich den Ursachen für meine Schlafstörungen auf die Spur?

Antwort von Prof. Dr. phil. Egon Stephan, Direktor der Schlafambulanz am Psychologischen Institut der Universität zu Köln: Um den Ursachen für Ihre Schlafstörungen auf die Spur zu kommen, muss zunächst bekannt sein, wie Ihre Schlafstörungen aussehen. Danach kann gemeinsam mit Ihnen nach den Ursachen gesucht werden.

Frage: Mein konkretes Problem ist das Einschlafen. Wenn ich Ärger oder Stress habe, liege ich teilweise stundenlang wach und bin tagsüber wie gerädert. Was kann ich tun? Antwort von Prof. Dr. Stephan: Wenn Sie tagsüber viel Stress und Ärger hatten, ist es besonders wichtig, dass Sie sich durch eine vernünftige sportliche Anstrengung körperlich abreagieren und müde machen. Auf keinen Fall sollten Sie vorsichtshalber ein oder zwei Stunden früher ins Bett gehen, weil Sie befürchten, noch lange wach zu bleiben. Es ist besser, erst dann ins Bett zu gehen, wenn Sie sich richtig müde fühlen.

Frage: Meine Frau schnarcht und ich stelle in letzter Zeit fest, dass sie dabei gelegentliche Atemaussetzer hat. Ist das normal oder sollte man schon etwas unternehmen? Antwort von Prof. Dr. Stephan: Bei Schnarchern muss man besonders dann etwas unternehmen, wenn es zu häufigen Atemaussetzern kommt. Problematisch sind zehn und mehr Atemaussetzer pro Stunde, die jeweils länger als zehn Sekunden dauern. Hier besteht der Verdacht auf eine Schlafapnoe, die Sie am besten durch eine Untersuchung in einem Schlaflabor abklären sollten.

Frage: Ich arbeite seit 15 Jahren im Schichtdienst und finde in meinen freien Zeiten nicht ausreichend Schlaf. Ich habe schon alles probiert, im Moment nehme ich Schlaftabletten. Aber das ist ja keine Lösung. Was raten Sie mir?

Antwort von Dr. med. Lennart Knaack: Faktoren, die den Schlaf stören, sollten ausgeschaltet werden. Das Schlafzimmer sollte komplett abdunkelbar und geräuscharm gehalten werden. Wichtig ist, Genussgifte wie Alkohol, Nikotin und Koffein im Nachtdienst zu meiden. Obendrein empfehle ich Ihnen eine leichte, vitaminreiche Ernährung und ausreichend Bewegung.

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